Abo
  • Services:
Anzeige
Die Malware befällt Router und andere IoT-Geräte.
Die Malware befällt Router und andere IoT-Geräte. (Bild: Douglas Perkins CC-BY 4.0)

IoT-Malware: Freundlicher Virus verspricht mehr Sicherheit

Die Malware befällt Router und andere IoT-Geräte.
Die Malware befällt Router und andere IoT-Geräte. (Bild: Douglas Perkins CC-BY 4.0)

Sicherheitstipps und deaktivierte Telnet-Daemons: Eine neue Malware möchte Internetnutzer erziehen. Die Entdecker raten trotzdem dazu, das Programm zu entfernen.

Anzeige

Die IoT-Malware Linux-Wifatch soll die IT-Sicherheit der befallenen Geräte erhöhen. Was absurd klingt, ist nach Angaben der Sicherheitsfirma Symantec Realität. Die Malware wurde erstmals von dem unabhängigen Sicherheitsforscher mit dem Pseudonym l00t_myself auf dessen Router entdeckt.

Eine genauere Analyse der Malware durch Symantec zeigte jetzt eine Reihe ungewöhnlicher Features: Anstatt Schwachstellen auszunutzen, versucht das Programm, Schwachstellen zu schließen. Will ein Nutzer etwa von außen auf einen Telnet-Port des infizierten Gerätes zuzugreifen, schließt die Malware den Telnet-Daemon, um einen Zugriff zu verhindern.

Wifatch hinterlässt dem Nutzer außerdem eine Nachricht: "Telnet wurde geschlossen, um eine weitere Infektion des Gerätes zu verhindern. Bitte deaktiviere Telnet, ändere die Telnet-Passwörter und / oder update deine Firmware."

Malware zitiert Stallman

Im Quellcode des Programms finden sich weitere ungewöhnliche Hinweise: "An alle NSA- und FBI-Agenten, die das lesen: Bitte denken Sie darüber nach, ob die Verteidigung der US-Verfassung gegen alle Feinde aus dem In- und Ausland es erfordert, dass Sie Snowdens Beispiel folgen." Hier bezieht sich der unbekannte Malware-Entwickler auf eine E-Mail-Signatur von Richard Stallman, die dieser nach den Snowden-Enthüllungen eingerichtet hatte.

Betroffen seien mit 83 Prozent vor allem Geräte mit ARM-Chips, Plattformen mit MIPS- und SH4-Architektur würden den Großteil der anderen infizierten Geräte ausmachen, so Symantec. Der Code ist in Perl geschrieben und zielt auf die Infektion verschiedener Geräte, nicht nur Router. Verschiedene, nicht näher benannte Internet-of-Things-Geräte sollen betroffen sein.

Auch wenn die Malware positive Effekte aufweist: Sie installiert sich ohne Wissen und Zustimmung der Nutzer und verändert die Konfiguration der Geräte. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Programm nicht in Zukunft bösartige Aktionen ausführt. Symantec empfiehlt deshalb, die Geräte zu bereinigen. In den meisten Fällen reiche ein Reset, da die Infektion nicht persistent sei. Nutzer sollten ihre Geräte stets auf die aktuelle Firmware patchen. Die Sicherheitstipps könnten sie schließlich auch ohne aktivierte Malware befolgen.


eye home zur Startseite
Hotohori 31. Dez 2015

Etwas spät, aber vielleicht ließt es ja noch Jemand: ;) besser nicht, würde sich das...

worsel22 02. Okt 2015

lol!

Max-M 02. Okt 2015

https://news.ycombinator.com/item?id=10316958 Da hatte auch einer keine Lust mehr :D

User_x 02. Okt 2015

Ist ja Freitag... Wäre aber die antwort darauf, ob es Viren zu erst gab... Würde man das...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SGH Service GmbH, Hildesheim
  2. operational services GmbH & Co. KG, Braunschweig, Berlin
  3. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Leipzig
  4. Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte


Anzeige
Top-Angebote
  1. 89,90€ (Vergleichspreis ab 129,84€)
  2. (u. a. Playstation 4 + Spiel + 2 Controller 269,00€, iRobot Roomba 980 nur 777€)

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: Ähnliches auch damals bei LCDs mit LED-Backlight

    Apfelbrot | 01:01

  2. Re: Unity ist auch eine vergleichsweise gute Engine

    GenXRoad | 00:59

  3. Re: Marketing scheint bei Unity ein besonders...

    Mithrandir | 00:54

  4. Re: Realitätsflucht

    bombinho | 00:49

  5. und die Umlaute?

    jjfx | 00:44


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel