Abo
  • IT-Karriere:

IoT: Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras

Foscam muss seine IP-Kameras erneut gegen mehrere Sicherheitslücken absichern. Angreifer hätten für eine erfolgreiche Übernahme gleich mehrere Schwachstellen kombinieren müssen.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Kamera von Foscam
Eine Kamera von Foscam (Bild: F-Secure)

Der chinesische IoT-Gerätehersteller Foscam hat mehrere Sicherheitslücken in aktuellen IP-Kameras geschlossen. Nach Angaben das Sicherheitsunternehmens VDOO hätten Angreifer durch die Ausnutzung verschiedener Schwachstellen die Kontrolle über die Geräte übernehmen können. Es gebe bislang keine Hinweise darauf, dass diese Probleme tatsächlich ausgenutzt werden, schreibt das Unternehmen.

Stellenmarkt
  1. NETPERFORMERS Marketing- & IT-Services GmbH, Kriftel
  2. MorphoSys AG, Planegg Raum München

Nachdem ein Angreifer eine Kamera etwa durch einen Portscan identifiziert hat, könnte er mit der Schwachstelle CVE-2018-6830 mehrere Dateien auf dem Gerät löschen (Arbitrary File Deletion) und so den eigentlich vorgesehenen Authentifizierungsmechanismus der Kamera außer Kraft setzen. Dazu muss der webService-Dienst neu geladen werden.

Um den Dienst neu zu starten kann der Angreifer eine weitere Sicherheitslücke ausnutzen, einen Buffer Overflow in webService. Die Schwachstelle CVE-2018-6832 führt dazu, dass der Prozess abstürzt und vom Watchdog-Daemon neu gestartet wird. Wegen der fehlenden Dateien wird die Anmeldung ohne Autorisierung durchgeführt.

Eingabe für NTP-Server wird nicht bereinigt

Im letzten Schritt wird dann die CVE-2018-6831 ausgenutzt, mit der beliebige Shellkommandos an das Gerät übertragen und mit Adminrechten ausgeführt werden. Die Kommandos können über die FastCGI-API eingeschleust werden, mit der ein eigener NTP-Server zur Zeitsynchronisierung eingeführt werden kann. Die Funktion sieht allerdings in den ungepatchten Versionen der Software keine korrekte Bereinigung der übergebenen Parameter vor ("sanitization"), sodass beliebige Befehle übergeben werden können.

Foscam hat die Schwachstellen in Zusammenarbeit mit VDOO behoben. Die jeweils aktuelle Firmware-Version für verschiedene Kameramodelle kann dem Blogpost entnommen werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte Foscam mehrere Sicherheitslücken behoben, die das finnische Unternehmen F-Secure entdeckt hatte.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€
  2. 0,49€
  3. 22,49€

chefin 12. Jun 2018

wenn du etwas heute kaufst ja wenn etwas gestern gekauft nein. IPv6 nachrüsten ist ein...

schap23 11. Jun 2018

Bei vielen IoT-Geräten kann man auf eine Reaktion des Herstellers lange warten.


Folgen Sie uns
       


LG G8x Thinq - Hands on

Das G8x Thinq von LG kann mit einer speziellen Hülle verwendet werden, die dem Smartphone einen zweiten Bildschirm hinzufügt. Golem.de hat sich das Gespann in einem ersten Kurztest angeschaut.

LG G8x Thinq - Hands on Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Minecraft Earth angespielt: Die Invasion der Klötzchen
Minecraft Earth angespielt
Die Invasion der Klötzchen

Kämpfe mit Skeletten im Stadtpark, Begegnungen mit Schweinchen im Einkaufszentrum: Golem.de hat Minecraft Earth ausprobiert. Trotz Sammelaspekten hat das AR-Spiel ein ganz anderes Konzept als Pokémon Go - aber spannend ist es ebenfalls.
Von Peter Steinlechner

  1. Microsoft Minecraft hat 112 Millionen Spieler im Monat
  2. Machine Learning Facebooks KI-Assistent hilft beim Bau von Minecraft-Werken
  3. Nvidia Minecraft bekommt Raytracing statt Super-Duper-Grafik

    •  /