Daten sind Interpretationssache

"Was sind die Implikationen, wenn ein Nutzer nicht weiß, ob die Daten überhaupt korrekt sind?", fragt Graham Wood. Oder ob sie richtig interpretiert werden. Ein Beispiel: Ein Fitnesstracker könnte zwar zeigen, dass es in einem Moment, in dem eine Person eigentlich hätte schlafen sollen, eine Aktivität gab. Aber was ist, wenn in dem Moment der Hund den Tracker durchs Haus getragen hat? Es mag ein absurdes Beispiel sein, aber vor Gericht könnten solche Details über Urteile entscheiden.

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Zudem ist das Internet der Dinge manipulierbar. Hacker könnten Daten nicht nur abschöpfen, sondern sie möglicherweise auch verändern. Ein Echo-Lautsprecher etwa kann sich über Befehle aus einem Fernseher aktivieren lassen. Wer Zugriff auf das Beleuchtungssystem hat, kann damit möglicherweise auch den Stromzähler manipulieren. Das Beweismaterial, das vernetzte Geräte liefern, sei bei weitem nicht immer so eindeutig, wie es die Polizei gerne hätte, sagen die Bürgerrechtlerinnen auf der Re:publica.

Neue Technik, neue Probleme

"Technologie löst nicht alle Probleme des Justizwesens. Vielmehr ergibt sich durch sie eine neue Ebene an Problemen", sagt Kaltheuner abschließend. Ermittler und Gerichte müssten sich deshalb über die Unzulänglichkeiten des Beweismaterials im Klaren sein, wenn es um neue Geräte aus dem Internet der Dinge geht. Und die Nutzer müssten sich bewusst sein, dass sie nicht die alleinigen Besitzer ihrer Daten sind, sobald die erst einmal überragen werden.

Auch die Hersteller können ihren Teil leisten. Indem sie ihre Geräte sicherer machen und somit besser vor Angriffen und Manipulationen schützen. Indem sie Transparenzberichte erstellen und Anfragen von Polizei und Behörden dokumentieren. Und indem sie den Nutzern der IoT-Geräte mehr Möglichkeiten geben, die von ihnen selbst erzeugten Daten einzusehen.

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 IoT: Das Internet der Dinge vor Gericht
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