Abo
  • IT-Karriere:

IoT-Botnetze: BSI fordert Zwangsänderung von Passwörtern

Die Hersteller vernetzter Geräte für das IoT sollen nach Ansicht des BSI höhere Sicherheitsstandards einhalten. Bei der Entwicklung dürfe nicht nur auf den Preis geachtet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Das BSI fordert eine höhere Sicherheit von vernetzten Geräten.
Das BSI fordert eine höhere Sicherheit von vernetzten Geräten. (Bild: BSI)

Nach wiederholten Denial-of-Service-Angriffen über Botnetze fordert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) höhere Sicherheitsstandards bei vernetzten Geräten. Der Angriff auf den Internet-Dienstleister Dyn "zeigt anschaulich, dass die Digitalisierung ohne Cyber-Sicherheit nicht erfolgreich sein wird", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Dienstag in Bonn. Hersteller von Netzwerkgeräten des sogenannten Internet of Things (IoT) sollten bei der Entwicklung neuer Produkte nicht nur auf funktionale und preisliche Aspekte achten, sondern notwendige Sicherheitsaspekte einbeziehen.

Stellenmarkt
  1. Melitta Professional Coffee Solutions GmbH & Co. KG, Minden
  2. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main

Bei sehr intensiven DDoS-Angriffen in den vergangenen Wochen wurden Botnetze eingesetzt, die vor allem aus vernetzten Geräten wie IP-Kameras, Druckern oder digitalen Videorecordern bestehen. Der Angriff auf den US-Sicherheitsforscher Brian Krebs hat gezeigt, dass diese großen Botnetze eine Gefahr für die Pressefreiheit werden können.

Viele Geräte lassen sich vor allem deshalb so leicht kapern, weil sie mit einheitlich voreingestellten Zugangsdaten ausgeliefert werden. Das BSI fordert daher, dass voreingestellte Zugangsdaten und Passwörter für alle Zugriffsmöglichkeiten durch den Nutzer geändert werden können. "Sind die voreingestellten Passwörter nicht für jedes Gerät individualisiert, so ist bei der Inbetriebnahme ein Passwortwechsel zu erzwingen", verlangt die Behörde. Nicht zwingend benötigte Dienste müssen nach Ansicht des BSI durch den Benutzer deaktiviert werden können. Zudem sollte die ein- und ausgehende Kommunikation des IoT-Geräts nur mittels kryptografisch geschützter Protokolle wie TLS erfolgen.

Regelmäßige und schnelle Sicherheitsupdates

Dem Forderungskatalog des BSI zufolge sollen Netzwerkgeräte nicht automatisiert über Universal Plug and Play (UPnP) eine unsichere Konfiguration im Router herstellen, etwa Verbindungen zu unsicheren Diensten erlauben. Die Hersteller sollten "regelmäßig, schnell und über einen hinreichenden Nutzungszeitraum hinweg Sicherheitsupdates für die Geräte zur Verfügung stellen". Zu guter Letzt sei die Firmware des IoT-Geräts hinreichend zu härten, um beispielsweise das unkontrollierte Nachladen von Inhalten aus dem Internet zu verhindern. Das BSI will laut Schönbohm den Dialog mit den Herstellern und Verbänden verstärken, "um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln".

Der Internet-Dienstleister Dyn war nach eigenen Angaben am vergangenen Freitag das Opfer einer "ausgeklügelten und hoch verteilten Attacke mit zig-Millionen involvierter IP-Adressen" geworden. Durch die Attacken waren zahlreiche große Internetfirmen wie Netflix, Twitter, Amazon oder Airbnb zeitweilig nicht zu erreichen. Es seien zig-Millionen IP-Adressen beobachtet worden, die in Verbindung mit dem sogenannten Mirai-Botnetz stehen sollen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 1,19€
  3. 4,32€
  4. (-88%) 3,50€

Füchslein 28. Okt 2016

Das Problem ist ein anderes: Wenn du im Internetz unterwegs bist, hast du z.B...

smirg0l 25. Okt 2016

War mir eigentlich schon fast klar, aber dann muss man auch mal die Frage stellen, wieso...

Apfelbrot 25. Okt 2016

Vor allem so einen Quark wie UPNP. Wer das nutzen möchte soll es aktivieren müssen. Dabei...


Folgen Sie uns
       


Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Linux für Gaming installieren - Tutorial Video aufrufen
Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
    Ricoh GR III im Test
    Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

    Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
    Ein Test von Andreas Donath

    1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
    2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

      •  /