Abo
  • Services:
Anzeige
Eine neue Malware nutzt eine Schwachstelle in iOS aus.
Eine neue Malware nutzt eine Schwachstelle in iOS aus. (Bild: Apple)

iOS: Schwachstelle erlaubt Installation manipulierter Apps

Eine neue Malware nutzt eine Schwachstelle in iOS aus.
Eine neue Malware nutzt eine Schwachstelle in iOS aus. (Bild: Apple)

Vor einer weiteren Angriffsmethode auf iOS warnen Datenexperten. Mit Masque Attack lassen sich manipulierte Apps über bestehende installieren. Grund ist eine unzureichende Zertifikatsprüfung.

Anzeige

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage entdeckten Datenexperten eine potenzielle Angriffsmethode für Malware in Apples mobilem Betriebssystem iOS. Die IT-Sicherheitsfirma Fireeye warnt vor einer Infizierung von iPhones oder iPads mit einer Methode namens Masque Attack, die auch ohne Jailbreak funktioniert. Dabei nutzten Angreifer eine Lücke in der Zertifikatsprüfung des mobilen Betriebssystems iOS und ersetzten Original-Apps gezielt durch schädliche Software. Weil solche Applikationen direkt aus dem Internet installiert werden können, halten Experten den Angriff für gefährlicher als die kürzlich entdeckte Malware Wirelurker.

Gmail-Fälschung nach Angry-Bird-Update

Möglich seien die Angriffe, weil iOS keine identischen Zertifikate für Apps mit identischer internen Identifikation erfordert. Angreifer könnten so eine manipulierte Gmail-App erstellen, die den Identifikationsnamen com.google.Gmail enthält, für den Benutzer aber mit vertrauten Namen wie "New Flappy Bird" oder "Angry Bird Update" versehen wird. Diese können mit einem beliebigen Enterprise-Zertifikat signiert werden. Installiert sie ein Anwender und ignoriert dabei sogar die Warnmeldung Untrusted App Developer, wird die Original-App von der manipulierten überschrieben.

"Masque Attacks ist so in der Lage, Original-Apps wie Banking- oder E-Mail-Anwendungen mit Malware über das Internet zu ersetzen", warnten die Sicherheitsexperten von Fireeye in ihrem Blog. Die Apps hätten dabei dieselbe Benutzeroberfläche wie die eigentliche Anwendung. Auf diese Weise könnten sich Angreifer Zugang zu Daten wie Kontoinformationen verschaffen. Die Malware könne sogar lokal gespeicherte Daten der Originalanwendung wie Token oder E-Mails auslesen. Auf Geräten mit Jailbreak könnten manipulierte Apps auch auf das System zugreifen. Entdeckt wurde die Sicherheitslücke laut Fireeye bereits im Juli 2014.

Nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren

Anders als bei der vergangene Woche entdeckten Malware Wirelurker ist bei Masque Attack keine USB-Verbindung zu einem zuvor infizierten Apple-Rechner notwendig. Der Angriff funktioniert auch mit Apps, die direkt über eine Webseite installiert werden können.

Die Datenexperten bei Fireeye raten Anwendern, Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren. Bei der Installation sollten sie auch auf mögliche Warnhinweise des Betriebssystems achten und im Zweifel die Einrichtung abbrechen. Unter iOS 7 lassen sich die Signaturen installierter Apps in den Einstellungen unter Profilen einsehen, um zu überprüfen, ob dort nicht vertrauenswürdige Quellen aufgelistet sind. Unter iOS 8 gibt es diesen Eintrag jedoch nicht mehr.

Erst in der vergangenen Woche hatten Sicherheitsexperten vor einer neuen Malware gewarnt, die gezielt die Systeme von Apple angreife. Wirelurker war als die bislang größte Attacke auf die Systeme des US-Konzerns bezeichnet worden. Die Software hatte über den dubiosen chinesischen App Store Maiyadi infizierte Programme auf die Apple-Rechner der Nutzer geladen und sich so Zugang zu über USB angeschlossene iPhones und iPads verschafft.


eye home zur Startseite
JanZmus 12. Nov 2014

Stimmt aber nicht. Ja, in der "idealen Welt" vielleicht wird JEDER stutzig und NIEMAND...

RonnyStiftel 11. Nov 2014

Bei der ersten Installation wird man nochmals gesondert darauf hin gewiesen das...

McNau 11. Nov 2014

Natürlich würde ich als Enterprisedeveloper mit hinterlegten validen Kreditkartendaten...

S-Talker 11. Nov 2014

Auch das ist ein Name: Na­me, der Wortart: Substantiv, maskulin Häufigkeit...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. S E I T E N B A U GmbH, Konstanz
  2. Landeshauptstadt München, München
  3. ID-ware Deutschland GmbH, Rüsselsheim
  4. Robert Bosch GmbH, Dresden, Reutlingen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals
  2. 569€ + 5,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Telekom-Software

    Cisco kauft Broadsoft für knapp 2 Milliarden US-Dollar

  2. Pubg

    Die blaue Zone verursacht künftig viel mehr Schaden

  3. FSFE

    "War das Scheitern von Limux unsere Schuld?"

  4. Code-Audit

    Kaspersky wirbt mit Transparenzinitiative um Vertrauen

  5. iOS 11+1+2=23

    Apple-Taschenrechner versagt bei Kopfrechenaufgaben

  6. Purism Librem 13 im Test

    Freiheit hat ihren Preis

  7. Andy Rubin

    Drastischer Preisnachlass beim Essential Phone

  8. Sexismus

    US-Spielforum Neogaf offenbar abgeschaltet

  9. Kiyo und Seiren X

    Razer bringt Ringlicht-Webcam für Streamer

  10. Pixel 2 XL

    Google untersucht Einbrennen des Displays



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Was soll man sonst machen...

    CHU | 17:24

  2. Re: Die FSFE hätte ihren Sitz nach München...

    luzipha | 17:23

  3. Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    hum4n0id3 | 17:23

  4. Er sollte sich mal Blender ansehen

    Friedhelm | 17:23

  5. Re: Lustige Szenarien. Lenkradsperre bei 250 KM/H

    Luke321 | 17:23


  1. 16:38

  2. 16:28

  3. 15:53

  4. 15:38

  5. 15:23

  6. 12:02

  7. 11:47

  8. 11:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel