Abo
  • Services:

iOS: Schwachstelle erlaubt Installation manipulierter Apps

Vor einer weiteren Angriffsmethode auf iOS warnen Datenexperten. Mit Masque Attack lassen sich manipulierte Apps über bestehende installieren. Grund ist eine unzureichende Zertifikatsprüfung.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder/
Eine neue Malware nutzt eine Schwachstelle in iOS aus.
Eine neue Malware nutzt eine Schwachstelle in iOS aus. (Bild: Apple)

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage entdeckten Datenexperten eine potenzielle Angriffsmethode für Malware in Apples mobilem Betriebssystem iOS. Die IT-Sicherheitsfirma Fireeye warnt vor einer Infizierung von iPhones oder iPads mit einer Methode namens Masque Attack, die auch ohne Jailbreak funktioniert. Dabei nutzten Angreifer eine Lücke in der Zertifikatsprüfung des mobilen Betriebssystems iOS und ersetzten Original-Apps gezielt durch schädliche Software. Weil solche Applikationen direkt aus dem Internet installiert werden können, halten Experten den Angriff für gefährlicher als die kürzlich entdeckte Malware Wirelurker.

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Bonn
  2. ARZ Haan AG, Haan, Düsseldorf oder Wesel

Gmail-Fälschung nach Angry-Bird-Update

Möglich seien die Angriffe, weil iOS keine identischen Zertifikate für Apps mit identischer internen Identifikation erfordert. Angreifer könnten so eine manipulierte Gmail-App erstellen, die den Identifikationsnamen com.google.Gmail enthält, für den Benutzer aber mit vertrauten Namen wie "New Flappy Bird" oder "Angry Bird Update" versehen wird. Diese können mit einem beliebigen Enterprise-Zertifikat signiert werden. Installiert sie ein Anwender und ignoriert dabei sogar die Warnmeldung Untrusted App Developer, wird die Original-App von der manipulierten überschrieben.

"Masque Attacks ist so in der Lage, Original-Apps wie Banking- oder E-Mail-Anwendungen mit Malware über das Internet zu ersetzen", warnten die Sicherheitsexperten von Fireeye in ihrem Blog. Die Apps hätten dabei dieselbe Benutzeroberfläche wie die eigentliche Anwendung. Auf diese Weise könnten sich Angreifer Zugang zu Daten wie Kontoinformationen verschaffen. Die Malware könne sogar lokal gespeicherte Daten der Originalanwendung wie Token oder E-Mails auslesen. Auf Geräten mit Jailbreak könnten manipulierte Apps auch auf das System zugreifen. Entdeckt wurde die Sicherheitslücke laut Fireeye bereits im Juli 2014.

Nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren

Anders als bei der vergangene Woche entdeckten Malware Wirelurker ist bei Masque Attack keine USB-Verbindung zu einem zuvor infizierten Apple-Rechner notwendig. Der Angriff funktioniert auch mit Apps, die direkt über eine Webseite installiert werden können.

Die Datenexperten bei Fireeye raten Anwendern, Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren. Bei der Installation sollten sie auch auf mögliche Warnhinweise des Betriebssystems achten und im Zweifel die Einrichtung abbrechen. Unter iOS 7 lassen sich die Signaturen installierter Apps in den Einstellungen unter Profilen einsehen, um zu überprüfen, ob dort nicht vertrauenswürdige Quellen aufgelistet sind. Unter iOS 8 gibt es diesen Eintrag jedoch nicht mehr.

Erst in der vergangenen Woche hatten Sicherheitsexperten vor einer neuen Malware gewarnt, die gezielt die Systeme von Apple angreife. Wirelurker war als die bislang größte Attacke auf die Systeme des US-Konzerns bezeichnet worden. Die Software hatte über den dubiosen chinesischen App Store Maiyadi infizierte Programme auf die Apple-Rechner der Nutzer geladen und sich so Zugang zu über USB angeschlossene iPhones und iPads verschafft.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ultra-HD-Blu-ray-Player 159,99€)
  2. (u. a. Sigma, Nikon- und Tamron-Objektive)
  3. 499,99€
  4. (u. a. 16 GB DDR4-2666 von HyperX für 109,90€)

JanZmus 12. Nov 2014

Stimmt aber nicht. Ja, in der "idealen Welt" vielleicht wird JEDER stutzig und NIEMAND...

RonnyStiftel 11. Nov 2014

Bei der ersten Installation wird man nochmals gesondert darauf hin gewiesen das...

McNau 11. Nov 2014

Natürlich würde ich als Enterprisedeveloper mit hinterlegten validen Kreditkartendaten...

S-Talker 11. Nov 2014

Auch das ist ein Name: Na­me, der Wortart: Substantiv, maskulin Häufigkeit...


Folgen Sie uns
       


Alexa-App für Windows 10 ausprobiert

Wir stellen Alexa über die neue Windows-10-App einige Fragen und natürlich erzählt sie auch wie immer einen Witz.

Alexa-App für Windows 10 ausprobiert Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

Mars Insight: Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
Mars Insight
Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars

Bei der Frage, wie es im Inneren des Mars aussieht, kann eine Raumsonde keine spektakuläre Landschaft gebrauchen. Eine möglichst langweilige Sandwüste wäre den beteiligten Wissenschaftlern am liebsten. Der Nasa-Livestream zeigte ab 20 Uhr MEZ, dass die Suche nach der perfekten Langeweile tatsächlich gelang.

  1. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  2. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf
  3. Raumfahrt Terraforming des Mars ist mit heutiger Technik nicht möglich

    •  /