iOS: SAP bringt Cloud-SDK für mobile Apple-Geräte

Das SDK für iOS ist ein erstes Ergebnis der Partnerschaft von Apple und SAP. Es soll Entwicklern Werkzeuge für eigene mobile SAP-Apps geben. Dafür kann auch ein Schulungskurs besucht werden - für einen knackigen Preis.

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SAP will mit einem SDK mobile Apps auf iOS-Geräte bringen.
SAP will mit einem SDK mobile Apps auf iOS-Geräte bringen. (Bild: SAP)

Auf dem Mobile World Congress (MWC) 2017 hat SAP ein Software Development Kit (SDK) für mobile Apple-Geräte mit dem Betriebssystem iOS vorgestellt. Dieses Projekt ist ein erstes Resultat aus der im Jahr 2016 angekündigten Zusammenarbeit beider Unternehmen. Ziel von SAP ist es, seine Software auf im geschäftlichen Einsatz immer mehr genutzte Mobilgeräte zu bringen.

"Wie versprochen liefert SAP Echtzeit-Enterprise-Software für iOS-Geräte", sagte Bernd Leukert, Aufsichtsratsmitglied von SAP auf der Messe in Barcelona. Von einer SDK-Unterstützung für viel genutzte Android-Geräte sprach er aber nicht.

Entwickler sollen SAP-Cloud einbinden

Das SDK soll Entwicklern vorrangig Zugriff auf die mobilen Dienste der SAP-Cloud-Plattform geben. Zu den unterstützten Cloud-Diensten zählen die Offline-Synchronisation oder Single-Sign-on. Zusätzlich stellt das Unternehmen Programmierschnittstellen (APIs) für das Produkt SAP S/4HANA oder Software von Drittherstellern zur Verfügung.

Eine von SAP erstellte Bibliothek kann in Projekte importiert werden, um vorgefertigte Methoden und Klassen für die Sensoren und Funktionen in iOS-Geräten nutzen zu können. SAP gibt als Beispiele den Fingerabdrucksensor Touch ID, Standortdienste und Benachrichtigungsdienste an.

Als Programmiersprache soll Apples eigens entwickelte Sprache Swift genutzt werden, die neben Objective-C zu den Hauptprogrammiersprachen für Apple-Betriebssysteme zählt. Zu diesen gehören neben iOS auch WatchOS für Wearables und MacOS. Für die Nutzung der Programmiersprache stellt Apple die proprietäre Entwicklungsumgebung Xcode zur Verfügung.

SAP ist ein erster Entwickler für eigene iOS-Apps

Zum Anstoßen des Entwicklungsprozesses gibt SAP an, bereits native iOS-Apps zu entwerfen. Ein erstes Beispiel soll die Software Project Companion für Manager und Berater sein, die am 30. März veröffentlicht wird.

Um andere Entwickler in das Konzept einzuführen, will SAP parallel Schulungen anbieten, die unter dem Projekt SAP Academy für iOS eingeordnet werden. Die "Lernreise für mobile Entwickler", wie das Unternehmen die Schulungen nennt, soll mit zusätzlich aufkommenden Angeboten und Rollen weiter aktualisiert werden. Eine Anmeldung in Deutschland zu einem entsprechenden Kurs für die Einführung in das iOS-SDK kostet jedoch beispielsweise 2.070 Euro.

Das SAP-SDK für iOS ist bereits bei einigen Partnern im Testbetrieb. Dazu zählen eine Universität in Saudi-Arabien und ein europäisches Unternehmen der Holzindustrie. Ab dem 30. März soll das SDK dann allgemein verfügbar sein.

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