iOS: Jailbreak von Pangu soll Datendiebstähle begünstigen
Der Jailbreak für iOS 9.3.3 , der in der vergangenen Woche von Pangu veröffentlicht wurde, soll in Zusammenhang mit einem Datendiebstahl stehen, den ein Nutzer auf Reddit ausführlich beschrieb(öffnet im neuen Fenster) . Er habe keine gefährlichen Anwendungen installiert, dennoch sei kurz nach der Durchführung des Jailbreaks Geld von seinem Paypal-Konto überwiesen worden. Weitere Nutzer meldeten sich, bei denen zum Beispiel Facebook-Accounts gekapert worden seien.
Die chinesische Gruppe Pangu registrierte sich daraufhin bei Reddit(öffnet im neuen Fenster) und erklärte, dass nach Prüfung des Jailbreaks kein Fehler gefunden worden sei, der die Anschuldigung rechtfertige. Auch die PC-Software zum Entsperren, die von 25pp stammt, weise keine Lücken auf.
Cydia-Gründer Jay Freeman alias Saurik meldete sich angesichts der Vorwürfe gegen Pangu zu Wort(öffnet im neuen Fenster) und sprach der Gruppe sein Vertrauen aus. Er äußerte allerdings den Verdacht, dass eine mögliche Schadsoftware von oder über 25PP verbreitet werde.
Der Jailbreak soll nach Angaben der Gruppe mit allen iOS-Geräten funktionieren, die einen 64-Bit-Prozessor eingebaut haben und auf denen iOS 9.2 bis 9.3.3 installiert ist. Ob noch eine Variante für die 32-Bit-Prozessoren erscheint, ist nicht bekannt. Nutzbar ist der Jailbreak aktuell mit dem iPhone 5S, 6, 6S, dem iPhone SE, dem iPad Mini 2, 3 und 4, dem iPad Air, iPad Air 2 und den beiden iPad Pro.
Die Möglichkeit eines Jailbreaks bedeutet auch, dass in iOS 9.3.3 eine Sicherheitslücke vorhanden ist. Zudem sind viele Infektionen von iOS-Geräten nur möglich, wenn Nutzer ihr Gerät vorher per Jailbreak entsperrt haben und externe App-Quellen nutzen. Deshalb ist ein Jailbreak vor allem bei unbedarften Nutzern mit einem Risiko verbunden.
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