iOS: J2ObjC übersetzt Java in Objective-C
Das von Google als Open Source freigegebene Werkzeug J2ObjC(öffnet im neuen Fenster) konvertiert Java-Source-Code in Objective-C-Quellcode. Dabei soll der übersetzte Code ohne Änderungen unter iOS verwendet werden können. Ziel sei es, die Grundelemente einer Anwendung zu übersetzen, etwa für den Dateizugriff oder die Anwendungslogik.
J2ObjC ist aber kein Java-Emulator, betont der Google-Entwickler Tom Ball. Das Werkzeug konvertiert stattdessen Java-Klassen in Objective-C-Klassen, die dann direkt auf das Framework von iOS zugreifen können. J2ObjC unterstützt Java 6 vollständig, inklusive Ausnahmen, innerer und anonymer Klassen, generische Typen oder Threads.
Zwischen Alpha und Beta
Elemente der Benutzeroberfläche konvertiert J2ObjtC hingegen nicht. Sie müssen weiterhin in Objective C oder Objective C++ erstellt werden, etwa in der Entwicklungsumgebung iOS SDK. Es gibt laut Projektwebseite auch keine Pläne, eine plattformunabhängige UI für die Verwendung mit J2ObjtC zu entwickeln.
J2ObjC lässt sich zu Testzwecken mit Junit nutzen und mit zahlreichen Buildwerkzeugen verwenden, etwa Xcode oder Make.
Google stuft den Status von J2ObjC(öffnet im neuen Fenster) zwischen einer Alpha- und Betaversion ein. Gegenwärtig liegt die Versionsnummer bei 0.8. Zwar verwenden zahlreiche Google-Projekte das Werkzeug. Jeder Java-Entwickler verwende Java aber etwas anders. Daher werde J2ObjC noch zahlreiche Fehler enthalten, heißt es auf der Webseite.
J2ObjC ist unter der Apache-Lizenz 2.0 veröffentlicht worden. Der Download des Quellcodes und der Binärdateien(öffnet im neuen Fenster) erfolgt über die Webseite des Projekts. Für die Verwendung unter Mac OS X wird Xcode ab Version 4, Java für OS X und Apache Maven benötigt.
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