iOS: Apple soll gegen alternative Screen-Time-Apps vorgehen

Einem Medienbericht zufolge soll Apple viele verschiedene Apps behindert oder gar aus dem Appstore entfernt haben, die die mit dem Gerät verbrachte Zeit kontrollieren können. Apple bietet eine solche Funktion seit vergangenem Jahr selbst an.

Artikel veröffentlicht am ,
Screen-Time-Apps helfen auch Eltern, die Smartphone-Zeit ihre Kinder zu kontrollieren.
Screen-Time-Apps helfen auch Eltern, die Smartphone-Zeit ihre Kinder zu kontrollieren. (Bild: AMY OSBORNE/AFP/Getty Images)

Menschen, die sehr viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen, werden mitunter als süchtig bezeichnet und bringen sich manchmal sogar im öffentlichen Verkehr durch den zwanghaften Blick auf das Gerät selbst in Gefahr. Um dem entgegenzuwirken, gibt es einige Apps, die die mit Geräten verbrachte Zeit besser kontrollieren. Einem Bericht der New York Times zufolge geht Apple allerdings gegen eine Vielzahl von ihnen vor.

Stellenmarkt
  1. SAP Basis Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Berlin
  2. Wissenschaftliche Mitarbeiterin (w/m/d) für die Digitalisierung von Prozessen des Projektmanagements
    Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Hamburg
Detailsuche

Demnach begannen die Probleme für die Hersteller dieser Apps wohl damit, dass Apple selbst mit der sogenannten Screen Time solch eine Funktion in iOS 12 integriert hat. Das war im vergangenen Jahr. Screen Time soll es Nutzern ermöglichen, die Verwendungsdauer ihrer Apps zu messen und notfalls zu beschränken.

Dem Bericht der New York Times zufolge seien manche dieser Apps, die sich vor allem an Eltern richteten, direkt aus dem Appstore entfernt worden. In anderen weniger harschen Fällen seien die Entwickler der Apps von Apple dazu gedrängt worden, einige Funktionen aus ihren Apps zu entfernen.

Vorwürfe des wettbewerbswidriges Verhaltens

Die Hersteller der Apps gehen davon aus, dass sie mit diesen Hürden konfrontiert würden, weil sie ein direktes Konkurrenzprodukt zu Apples eigenem System erstellen, oft allerdings mit mehr Funktionen oder Einstellungsmöglichkeiten. Zwei der betroffenen Hersteller versuchen offenbar in der EU ein Wettbewerbsverfahren gegen Apple anzustrengen.

Golem Akademie
  1. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.06.2022, Virtuell
  2. Linux-Systemadministration Grundlagen: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    16.-20.05.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ähnliche Vorwürfe hatte vor einigen Wochen bereits der Hersteller Kaspersky Labs bei russischen Kartellbehörden erhoben. Kaspersky hatte eine App erstellt, die Eltern dazu dienen soll, ihrem Nachwuchs eine gesteuerte Nutzung des Smartphones zu ermöglichen. Kaspersky soll auch die Möglichkeit prüfen, in der EU rechtliche Schritte gegen Apple einzuleiten.

Nachtrag vom 28. April 2019, 13:53 Uhr

Das Blog Macrumors zitiert den Marketing-Chef von Apple damit, dass die Apps entfernt worden seien, weil diese das sogenannte Mobile Device Management (MDM) genutzt hätten. Die MDM-Funktion dient eigentlich zur Konfiguration von iOS-Geräten in Unternehmensnetzwerken. Die App-Hersteller könnten damit aber auch noch weiterreichenden Zugriff auf die Geräte der Nutzer erhalten. Das gefährde die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


heikom36 29. Apr 2019

Sicher doch. Mal geschaut weswegen? Steht doch da ^^ golem hat einige Artikel zum Thema.

ChMu 29. Apr 2019

Dann lese das Statement von Apple noch mal. Die gesperrten Apps haben kein Opt in die...

Anonymer Nutzer 29. Apr 2019

"Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt

weswaldix 28. Apr 2019

Jetzt wahrscheinlich noch immer.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Arclight Rumble
Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!

Golem.de hat es gespielt: Arclight Rumble entpuppt sich als gelungenes Mobile Game - aber wie ein echtes Warcraft fühlt es sich nicht an.
Von Peter Steinlechner

Arclight Rumble: Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!
Artikel
  1. Google: Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren
    Google
    Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren

    Die zahlreichen Drohungen der russischen Zensurbehörde zur Blockade von Youtube werden wohl nicht umgesetzt. Die Auswirkungen wären zu stark.

  2. Biontech: Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen
    Biontech
    Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen

    In Mainz ist Biontech beheimatet, was die Steuereinnahmen explodieren lässt. Mit dem Geld wird nun ein 365-Euro-Jahresticket für Schüler und Azubis finanziert.

  3. Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co: Die Qual der VPN-Wahl
    Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co
    Die Qual der VPN-Wahl

    Wer sicher im Internet unterwegs sein will, braucht ein VPN - oder doch nicht? Viele Anbieter kommen jedenfalls gar nicht erst in Frage.
    Von Moritz Tremmel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Cyber Week: Bis zu 900€ Rabatt auf E-Bikes • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 480,95€ • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" 165 Hz günstig wie nie: 404€ [Werbung]
    •  /