iOS 9: Top-Adblocker zurückgezogen und erste Video-Sperrungen

Der Entwickler des Adblockers Peace für den Safari-Browser hat die App bei iTunes zurückgezogen, obwohl sie die Download-Charts für Bezahlinhalte fast zwei Tage anführte. Marco Arment begründet(öffnet im neuen Fenster) seine Entscheidung simpel: Es fühle sich einfach nicht gut an. Ebenfalls kein gutes Gefühl dürften Nutzer von Adblock-Apps haben, die mit dem Safari-Browser CNET ansurfen: Die US-Webseite verweigert(öffnet im neuen Fenster) in diesem Fall die Videowiedergabe, bietet aber im Download-Bereich(öffnet im neuen Fenster) Adblocker für diverse Betriebssysteme und Browser an.

Marco Arment erklärt in seinem Blog-Eintrag, dass zwar einige Leute von Adblockern profitierten, manche aber darunter leiden würden – auch solche, die das nicht verdient hätten. Technisch basiert die Safari-Erweiterung auf Ghostery und sie stufte auch eher zurückhaltende Anzeigen wie die auf Arments eigener Webseite als zu blockierenden Inhalt ein. Käufer der Peace-App können sie weiterhin nutzen oder das Geld zurückfordern – etwa um damit einen anderen Ablocker für Apples iOS-9-Betriebssystem zu kaufen.
Auch Eyeo möchte mitverdienen
Passend zum Start von iOS 9 und der Öffnung des Betriebssystems für Adblocker vermeldet der Business Insider(öffnet im neuen Fenster) , dass Eyeo – die Firma hinter ABP – ihr Modell der Acceptable Ads (akzeptable Anzeigen) weiterverkaufen möchte. Eyeo hat mehreren Unternehmen monatliche Zahlungen angeboten, wenn diese die Whitelist in ihre Adblocker-App für iOS 9 implementieren.
Nilay Patel, Mitbegründer von The Verge, sieht indes in Apples Adblocker-Öffnung einen Angriff auf Google(öffnet im neuen Fenster) , da das Unternehmen mit Werbung wie gehabt einen großen Teil seines Umsatzes erwirtschaftet. In Apples eigenen Apple News und in Facebooks Instant Articles wird Werbung immer dargestellt.



