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Die Multitasking-Übersicht wurde für iOS 9 überarbeitet.
Die Multitasking-Übersicht wurde für iOS 9 überarbeitet. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)

iOS 9 verlangt längere Passcodes

Wer iOS 9 neu installiert, bemerkt bereits zu Beginn kleinere Änderungen. Dazu gehört der Aufruf beim Setup, ein sechsstelliges Passwort einzutragen. Das ist aber weiterhin optional. Wer will, kann mit einem Klick auch weiterhin vierstellige Passwörter setzen oder es ganz lassen. Wer einem Nutzer über die Schulter schaut, kann sich einen vierstelligen Code allerdings leicht merken, einen sechsstelligen immerhin etwas schwerer.

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Richtig sicher sind nur alphanumerische Passwörter sowie ein Systempasswort für besonders kritische Bereiche. Leider ist die Trennung zwischen administrativen Arbeiten und nichtadministrativen Arbeiten weiterhin so unkomfortabel, dass mancher Nutzer auf das separate Sperren etwa der E-Mail-Account-Verwaltung verzichten wird. Wer systemrelevante Einstellungen vornimmt, muss viel zu häufig beim Wechseln zwischen den Einstellungen das Passwort eingeben.

Akkulaufzeit gekoppelter Geräte kann angezeigt werden

Ebenfalls zu den augenscheinlichen kleinen Änderungen gehört ein Widget, das die Batterielaufzeit im Mitteilungszentrum anzeigt. Wer ein iPhone besitzt, mag sich fragen, wozu eine zusätzliche Akkuanzeige gut sein soll, wenn die Akkustandanzeige ohnehin immer in der oberen Ecke sichtbar ist. Sie wird tatsächlich erst sinnvoll, wenn mit dem iPhone verbundene Hardware dort gelistet wird. Bei uns zeigt sich dort etwa die Apple Watch, möglicherweise folgen später auch andere Geräte wie Headset oder Bluetooth-Lautsprecher. Unser Microsoft Band zeigt seine Akkulaufzeit allerdings nicht an.

  • Die neue Multitasking-Übersicht erinnert ein wenig an Android-Entwicklungen. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein kleiner Bug, der uns begegnete. Zumindest das iPad Air hat ab und zu mal Probleme mit der Drehung des Bildschirminhalts. (Screenshot: Golem.de)
  • Praktisch ist die neue Suche, die auch Nachrichten anzeigt und häufig sowie zuletzt verwendete Apps. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein Klick auf die eine Nachricht öffnet Safari. Zu beachten ist die obere linke Ecke mit der Zurück-Schaltfläche. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Notizen von Apple können jetzt mehr,... (Screenshot: Golem.de)
  • ... allerdings sollte der Anwender dafür zumindest seine iCloud-Notizen aktualisieren. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Tastatur bietet zusätzliche Möglichkeiten,... (Screenshot: Golem.de)
  • ... um Inhalte einzublenden. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Bearbeitung von Fotos ist allerdings eingeschränkt. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit zwei platzierten Fingern wird die Tastatur zu einem Touchpad für den Cursor. (Screenshot: Golem.de)
  • (Screenshot: Golem.de)
  • Sehr praktisch ist die Suche in den Systemeinstellungen. (Screenshot: Golem.de)
  • Dem iPad fehlt der Stromsparmodus. (Screenshot: Golem.de)
  • Routenplanung mit der neuen ÖPNV-Darstellung von Apple Maps (Screenshot: Golem.de)
  • Auch Straßenbahnen sind eingezeichnet. (Screenshot: Golem.de)
  • Am Potsdamer Platz sieht man gut die zwei unabhängige Tunnelsysteme. (Screenshot: Golem.de)
  • Zunächst beschränkt sich der Service auf Berlin und Brandenburg und eingeschränkt einige benachbarte Länder. (Screenshot: Golem.de)
  • New York City wird ebenfalls unterstützt. (Screenshot: Golem.de)
  • Gerade dort spart man durch die richtige Wahl des Eingangs viel Zeit. (Screenshot: Golem.de)
  • Slide Over auf dem iPad Air (Screenshot: Golem.de)
  • Die App-Auswahl für Slide Over beinhaltet... (Screenshot: Golem.de)
  • ... bereits Apps von Drittherstellern. (Screenshot: Golem.de)
  • Aus dem Slide Over der Video-App... (Screenshot: Golem.de)
  • ...lässt sich ein Video... (Screenshot: Golem.de)
  • ... leicht in den Bild-in-Bild-Modus überführen. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf dem iPad Air gibt es selten Leistungsprobleme durch die Videoanzeige. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Benachrichtigungen...(Screenshot: Golem.de)
  • ... wurden leicht überarbeitet. (Screenshot: Golem.de)
  • Praktisch: Die App des iCloud Drive lässt sich deaktivieren. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer die iCloud nutzt,... (Screenshot: Golem.de)
  • ... bekommt ein kleines Werkzeug, um direkt auf die Daten zu schauen. (Screenshot: Golem.de)
  • Hier wird Slide Over auf einem iPad Air 2 ausprobiert. Die Trailer-App von Apple erlaubt aber kein Split View. (Screenshot: Golem.de)
  • Split-View-Tauglichkeit erkennt man an einem kleinen Balken neben dem Slide Over. (Screenshot: Golem.de)
  • Hier sind iCloud Drive und die Kartenanwendung parallel im Betrieb. (Screenshot: Golem.de)
  • Pages wurde am Tag der Veröffentlichung von iOS 9 aktualisiert. Doch die Split-View-Unterstützung fehlt trotzdem noch.  (Screenshot: Golem.de)
  • Notizen neben Notizen: Auch Microsofts Onenote unterstützt bereits Split View. (Screenshot: Golem.de)
  • Die installierte Umrechnungs-App XE Currency wird unter iOS 9 nicht mehr gefunden. Mit iOS 8 genügte noch die Eingabe der Zeichenkette XE. (Screenshot: Golem.de)
  • Neuerdings kann sich der Anwender die Akkukapazität von Wearables direkt anzeigen lassen. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Stromsparmodus ist neu. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein gelber Balken bedeutet, dass das iPhone mit reduzierter Leistungsaufnahme arbeitet. (Screenshot: Golem.de)
  • Multitasking auf dem iPhone 6 (Screenshot: Golem.de)
Neuerdings kann sich der Anwender die Akkukapazität von Wearables direkt anzeigen lassen. (Screenshot: Golem.de)

Offensichtlich und doch subtil sind die Änderungen an der Tastatur. Zunächst bemerken wir gar nicht, warum wir plötzlich auffallende Schwierigkeiten mit der Tastatur des iPhone 6 hatten, obwohl sich die Tasten an sich mit iOS 9 nicht ändern. Erst nach einer Weile wird uns bewusst, dass sich das Schriftbild geändert hat und die neuen kleinen Buchstaben den auf iOS 8 konditionierten Anwender irritieren, der Großbuchstaben gewöhnt ist.

Für iPad-Nutzer gibt es jetzt zudem einen Knopf für das Einfügen von Texten sowie die Rückgängig-machen- und Wiederherstellen-Schaltflächen, die über der Tastatur angezeigt werden. Ganz interessant ist die Möglichkeit, mit zwei Fingern die Tastatur zum Touchpad zu machen. Damit wird vor allem der Auswahlprozess von Textstellen enorm erleichtert. Leider funktioniert es nicht überall. Texte in Webseiten so schnell zu markieren, ist uns zum Beispiel nicht gelungen. Ist ein editierbares Textfeld in einer Webseite vorhanden oder wird in einer Textverarbeitung gearbeitet, funktioniert das aber gut. Praktischerweise kann mit der Fingergeste auch der Cursor bewegt werden, was wir als enorme Erleichterung empfinden, denn das Hantieren mit der Lupe nervt doch etwas. Platzbedingt gibt es die Option jedoch nur für iPads, iPhone-Nutzer bleiben bei der Lupe.

Vorsicht beim Aktualisieren der Notizen!

Hier und da hat Apple auch an den Anwendungen gearbeitet. Diese Änderungen vollständig aufzulisten, würde den Rahmen des Artikels sprengen. Auch Apples Vorschauseite nennt nicht alle Funktionen und vor allem nicht die potenziellen Nachteile.

Zu den Problem-Apps gehört etwa die Notizen-Anwendung, die grundlegend überarbeitet wurde. Mit der App versuchen die Entwickler, ungefähr das zu ermöglichen, was Microsoft schon lange mit den Onenote-Apps bietet: Rich Content, also etwa das Einbinden von Bildern und kleinen Funktionen. Das Problem hierbei: Die Notizen müssen für die neuen Funktionen aktualisiert werden. Doch ein Upgrade kann für einige Anwender bedeuten, dass sie nicht mehr von überall auf die iCloud-Daten zugreifen können.

Denn Apple mahnt, dass OS-X-Nutzer unbedingt die neue Version 10.11 alias El Capitan installieren müssen. Das Dumme dabei: El Capitan ist offiziell noch nicht verfügbar. OS X 10.11 wird erst am 30. September 2015 freigegeben.

Mit der iCloud-Drive-App wird der Zugriff auf entfernte Dateien vereinfacht

Eine sinnvolle Ergänzung im Bereich der iCloud ist das iCloud Drive. Nach dem Update auf iOS 9 fragt das System, ob es die App hinterlegen kann. Die Frage klingt nett, soll aber vermutlich vor allem Aufmerksamkeit auf die App lenken. Bei anderen Apps hat Apple nämlich in der Vergangenheit auch nicht nachgefragt. Angenehmerweise lässt sich die iCloud-Drive-App in den Systemeinstellungen einfach deaktivieren und verschwindet so vom Bildschirm. Diese Option würden wir uns auch für andere Standard-Apps wünschen, die wir nie nutzen.

In der Liste der großen Neuerungen nennt Apple erneut die Mail-App. Das Mailprogramm wurde aus Marketinggründen in den vergangenen Jahren so häufig verbessert, dass man denken könnte, die App genüge nun allen Ansprüchen. Dem ist jedoch weiterhin nicht so. Die Suche ist zwar etwas übersichtlicher geworden und ermöglicht gezielteres Suchen auch in großen Postfächern. Doch einfachste IMAP-Funktionen beherrscht Mail immer noch nicht. In großen Postfächern muss mühsam gescrollt werden, da etwa weiterhin die Abonnementfunktion fehlt und sich Ordner- und Unterordner nicht zusammenklappen lassen.

Stattdessen setzt Apple hier weiterhin auf Blendeffekte, macht alles schöner, besser und toller. Das ist nicht schlimm, es wäre allerdings langsam mal Zeit, das Mailprogramm zumindest in den Grundfunktionen an seit Jahrzehnten existierende Mailprotokolle anzupassen. Vielleicht im nächsten Jahr.

Abseits dieser in der Masse interessanten und meist hilfreichen, im einzelnen aber kleinen Änderungen hat Apple mit iOS 9 auch an einigen spannenden Stellen Arbeiten geleistet, die nicht unbedingt sofort ersichtlich sind.

 iOS 9 im Test: Nützliche Kleinigkeiten und ein LeistungsschubUmbau des Multitaskings und der Suche 

eye home zur Startseite
jmoe 22. Sep 2015

Ganz kurzes Offtopic zum Thema 4s: Ich habe aktuell noch die Version 7.1 und würde gerne...

stiGGG 21. Sep 2015

Das geht ja jetzt, musst nur den Source verteilen und dem Nutzer evtl unter die Arme...

onkeldieter 21. Sep 2015

Ja ich bin mir dessen bewusst, dass es an zu schwachen Keys liegt. Aber Nachrüsten bei...

Berlinlowa 21. Sep 2015

Ja, ich habe mich dazu hinreißen lassen. Artikel überflogen, etwas von besser, schneller...

Yeeeeeeeeha 19. Sep 2015

Bedenkt auch, dass Proxy-Lösungen "nur" das Laden von Ressourcen unterbinden können. Sie...



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