iOS 8: Apple lockert AGB für virtuelle Währungen
Mit der Veröffentlichung von iOS 8 hat Apple offenbar seine Richtlinien für den Umgang mit virtuellen Währungen gelockert(öffnet im neuen Fenster). Künftig sollen Transaktionen etwa mit Bitcoins möglich sein. Bislang hatte Apple Apps entfernt, die Zahlungen mit virtuellen Währungen erlaubten. Die neuen AGB enthalten aber auch Einschränkungen.
Unter Punkt 11.17 in den Richtlinien für Entwickler heißt es: "Apps dürfen die Übertragung von zugelassenen virtuellen Währungen ermöglichen." Allerdings nur dort, wo die regionalen Gesetze Währungen wie Bitcoin zulassen.
Regional illegal
Virtuelle Währungen sind nicht überall legal(öffnet im neuen Fenster). In Thailand oder in Island sind sie verboten. In China ist zwar der Handel mit virtuellen Währungen für Privatpersonen erlaubt, für Unternehmen und finanzielle Institutionen ist er aber verboten. Möglicherweise wird Apple solche Apps in den entsprechenden Apple Stores sperren.
Auch die Definition einer Währung wurde in den neuen AGB angepasst. Es sind "Einheiten, die von einer Gruppe oder Organisation anerkannt werden und einen bestimmten Wert haben und die als Tauschwert übertragen und verbreitet werden können."
Schwammig formuliert
Die Entwickler der App Gliph warnen jedoch vor zu viel Optimismus. Die neue Richtlinie könne auch die Zahlung von erspielten Münzen bedeuten. Apple habe bislang immer selbst bestimmt, welche Währungen es zulässt und welche nicht. Eine Erklärung gab es nicht. Die neue Richtlinie weise jedoch darauf hin, dass Apple tatsächlich auch virtuelle Währungen als legal anerkennen will.
Im Dezember 2013 hatte Apple die Gliph-Entwickler vor die Wahl gestellt: Entweder sie entfernen die Zahlungsmöglichkeit mit Bitcoin oder sie werden komplett aus dem App Store entfernt. Mit der iOS-App Gliph können verschlüsselte Nachrichten getauscht werden. Eine zusätzliche Funktion erlaubte den Zugriff auf die Bitcoin-Wallet und fungiert als Zahlungsfunktion für die digitale Währung. Die Entwickler gaben nach. In der angepassten App konnten Nutzer zwar ihren Kontostand bei Coinbase und Blockchain.info abfragen und Bitcoin-Zahlungen annehmen. Mit der virtuellen Währung bezahlen konnten sie aber nicht mehr.
Andere Apps wie Bitpak wurden damals komplett entfernt. Die Begründung damals: "Das Bitcoin-Zeug ist nicht in allen Ländern legal, in denen Bitpak angeboten wird."
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