Abo
  • Services:

iOS 8: Apple entfernt Zugriff auf Daten durch Dritte

Unter iOS 8 haben nur noch die Besitzer eines iPhones Zugriff auf ihre persönlichen Daten. Apple habe keine Möglichkeit mehr, diese Daten auszulesen, heißt es in den neuen Datenschutzbestimmungen. Strafverfolgungsbehörden sind wenig begeistert.

Artikel veröffentlicht am ,
Auf private Daten auf mobilen Geräten hat Apple keinen Zugriff mehr. Auf Daten in der iCloud aber schon.
Auf private Daten auf mobilen Geräten hat Apple keinen Zugriff mehr. Auf Daten in der iCloud aber schon. (Bild: Screenshot Golem.de)

Bislang konnte Apple im Falle eines Durchsuchungsbefehls auch die persönlichen Daten eines beschlagnahmten mobilen Geräts auslesen. Mit einem Update auf iOS 8 ist das nicht mehr möglich, schreibt Apple in seinen aktualisierten Datenschutzbestimmungen. Es gebe jetzt keine Möglichkeit mehr, den eingegebenen Passcode zu umgehen. Ein Zugriff durch Strafverfolgungsbehörden auf persönliche Daten in der iCloud ist aber weiterhin möglich. Apples Schritt sei "problematisch", sagte ein ehemaliger FBI-Mitarbeiter der Washington Post.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Bremen
  2. ENERCON GmbH, Aurich, Bremen

Mit der Eingabe eines Passcodes unter iOS 8 werden alle persönlichen Daten mit einem eigenen privaten Schlüssel codiert. Ohne dieses Passwort kann auch Apple künftig nicht mehr auf die Daten auf mobilen Geräten zugreifen, erklärt der iPhone-Hersteller in einem Blogeintrag. Daher könne Apple auch Durchsuchungsbefehlen von Strafverfolgungsbehörden nicht mehr nachkommen. Damit seien Fotos, Nachrichten samt Anhängen, E-Mails, Kontaktdaten, Verbindungsverläufe, iTunes-Inhalte, Notizen und Erinnerungen geschützt. "Es ist für uns technisch unmöglich, richterlichen Anordnungen nachzukommen, um Daten von Geräten auszulesen."

Laut Apple erhalte der Konzern die meisten Durchsuchungsbefehle für beschlagnahmte Geräte. Nur sieben Prozent der richterlichen Anordnungen beträfen den Zugriff auf ein Konto bei Apple. Benutzer müssen jedoch oftmals selbst verhindern, dass Daten unerwünscht in der iCloud landen. In den Voreinstellungen werden sie dort synchronisiert. Verliert ein Anwender sein Passwort, sind Daten jedoch unwiderruflich verloren, wenn es kein Backup in Apples Onlinespeicher gibt.

Während Christopher Soghoian von der ACLU Apples neue Richtlinien begrüßt, äußerte sich der ehemalige FBI-Mitarbeiter Ronald Hosko gegenüber der Washington Post beunruhigt. Apples Schritt trage zu der zunehmenden Verdunklung bei, die mit der verbreiteten Verwendung von Verschlüsselung einhergehe. Das erschwere zunehmend die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden.

Apple steht auch Microsoft bei. Der Windows-Hersteller streitet vor US-Gerichten um die Herausgabe von Daten eines Kunden, dessen E-Mails auf europäischen Servern gespeichert sind. Apple hat bei Gericht eine sogenannte Amici Curiae eingereicht. In der Stellungnahme legen Apple und weitere US-Konzerne dar, warum ein Recht auf Durchsuchung von Auslandsservern den US-Firmen große Probleme bereiten könnte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

ploedman 19. Sep 2014

Zwar bietet es Google nicht an, aber ich konnte auch mit CM11, die Daten freigeben die...

Auf 'ne Cola 18. Sep 2014

ja eben, Fingerabdrücke sind Mist. SO oder so

Wallbreaker 18. Sep 2014

Entweder hat Apple direkt Zugriff darauf und kann Daten herausgeben, oder aber es...

Wallbreaker 18. Sep 2014

Richtig die Formulierung von Apple schliesst das nicht aus, und wie wir Alle wissen...

Smile 18. Sep 2014

Die Leute ihre Daten sichern wollen. Wir das FBI sind der Meinung, das die Daten uns...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on

Google hat die neuen Pixel-Smartphones vorgestellt. Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL haben vor allem Verbesserungen bei den Kamerafunktionen erhalten. Anfang November kommen beide Geräte zu Preisen ab 850 Euro auf den Markt.

Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on Video aufrufen
Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

Serverless Computing: Mehr Zeit für den Code
Serverless Computing
Mehr Zeit für den Code

Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Automatisierung: Viele Entwickler bauen auf fertige Komponenten aus der Cloud, um die eigenen Anwendungen aufzubauen. Beim Serverless Computing verschwinden die benötigten Server unter einer dicken Abstraktionsschicht, was mehr Zeit für den eigenen Code lässt.
Von Valentin Höbel

  1. Kubernetes Cloud Discovery inventarisiert vergessene Cloud-Native-Apps
  2. T-Systems Deutsche Telekom will Cloud-Firmen kaufen
  3. Trotz hoher Gewinne Wieder Stellenabbau bei Microsoft

Coachingbuch: Metapher mit Mängeln
Coachingbuch
Metapher mit Mängeln

Der Persönlichkeitscoach Thomas Hohensee plädiert in seinem neuen Buch dafür, problematische Kindheitsmuster zu behandeln wie schadhafte Programme auf einem Rechner: mit Reset, Updates und Neustart. Ein origineller Ansatz - aber hält er dem Thema stand?
Von Cornelia Birr

  1. Elektronisch Arzneimittelrezept kommt auf Smartphone
  2. Relayr Rückstandsglaube als Startup-Vorteil
  3. Liberty Global Ericsson übernimmt Netzwerkbetrieb bei Unitymedia

    •  /