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iOS 27 in der Presseschau: Siri liefert endlich, nur nicht in der EU

iOS 27 wirkt im Alltag runder. Siri AI hilft spürbar, bleibt aber langsam und startet in der EU vorerst nicht.
/ Michael Linden
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iOS 27 ist da. (Bild: Apple)
iOS 27 ist da. Bild: Apple

Die ersten Tests und Hands-on-Berichte zu iOS 27 sind da, und das Bild ist erstaunlich konsistent: Es handelt sich um ein Feinschliff-Update mit einer großen Neuerung im Zentrum. Siri AI, Apples Antwort auf ChatGPT und Gemini, wird endlich ausgeliefert. Die meisten Redaktionen sind sich einig, dass der Assistent den Alltag spürbar verändert, auch wenn noch niemand Siri als Revolution bezeichnen will.

Ein erster Blick über die Berichterstattung legt nahe, dass Apple viel Wert darauf gelegt hat, Siri wieder brauchbar zu machen. Nicole Nguyen vom Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) kommt in ihren wochenlangen Tests zu einem gemischten Ergebnis: Siri fand etwa korrekt den Zahnarzttermin ihres Sohnes in einem Chatverlauf und holte ihre Passnummer aus den Fotos, brauchte aber Tage, um die Inhalte des iPhones zu indexieren, und bleibt langsamer und vorsichtiger als konkurrierende Chatbots.

Ivan Mehta von Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) kommt zu einem ähnlichen Urteil. Er schreibt, dass er Siri tatsächlich wieder nutzt, von Sportergebnissen bis zur Erkennung eines Getränks durch den Kamerasucher, verweist aber auf gelegentliche Hänger bei Notizen und Drittanbieter-Apps.

Mehr Tempo und die kleinen Dinge des Alltags

Abseits der KI-Funktionen gefallen den Testern vor allem die subtilen Veränderungen. Zach McAuliffe von Cnet(öffnet im neuen Fenster), der die Betas seit Juni nutzte, berichtet von spürbar schnelleren App-Starts und hebt praktische Neuerungen hervor: unabhängig einstellbare Weckerlautstärken, einfacheres Einfügen von Fotos in Nachrichten und den Liquid-Glass-Regler für die Transparenz in den Einstellungen.Macworld(öffnet im neuen Fenster) ordnet das Release als Leistungsoptimierung und optische Politur ein, zitiert Apples Angaben von bis zu 30 Prozent schnelleren App-Starts und 80 Prozent schnelleren Airdrop-Übertragungen, warnt aber, dass die fortgeschrittenen KI-Funktionen dem iPhone 15 Pro und neuer vorbehalten sind.

Nicht jede Entscheidung überzeugt. Cnet hinterfragt die eigenständige Siri-App und die verlegte Geste für das Mitteilungszentrum und nennt das neue Herunterziehen von oben links für Rechtshänder furchtbar.

Futurezone(öffnet im neuen Fenster) erwähnt den Wermutstropfen: In der Europäischen Union werden weder Siri AI noch die neue Siri-App zum Start verfügbar sein. Grund ist Apples anhaltender Streit mit Brüssel über den Digital Markets Act. Deutsche Nutzer erhalten immerhin die neue Wetter-App, den Wallet-Pass-Generator und die verbesserten Fotowerkzeuge.

Fotowerkzeuge und offene Fragen

Bei der Bildbearbeitung ernten die neuen Werkzeuge Clean Up, Extend und Reframe Lob. Futurezone nennt die Objektentfernung beeindruckend leistungsfähig, weist aber auf Nutzungslimits bei serverbasierten Funktionen hin, und Techcrunch fand Extend und Reframe hilfreich, aber inkonsistent.

Digital Trends(öffnet im neuen Fenster) und Macworld betonen beide, dass Siri AI weiterhin eine Beta ist und zunächst auf Englisch startet, weitere Sprachen sollen im Oktober 2026 mit iOS 27.1 folgen. Gizmodo erinnert zudem daran(öffnet im neuen Fenster), dass MacOS 27, iPadOS 27, WatchOS 27 und VisionOS 27 parallel zum iPhone-Update erscheinen sind.

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