iOS 13: Drittentwickler-Apps dürfen bald NFC nutzen

Apple hat wie versprochen den Zugriff auf die NFC-Schnittstelle für iOS 13 vereinfacht. Ein erster wichtiger Anbieter einer App bestätigt, dass es funktioniert. Zukünftig lassen sich damit die Funkchips in einigen Ausweisdokumenten auslesen.

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Ab dem iPhone 7 lässt sich nach derzeitigem Stand NFC freier nutzen.
Ab dem iPhone 7 lässt sich nach derzeitigem Stand NFC freier nutzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

RealID wird bald die NFC-Schnittstelle von iOS-Geräten nutzen. Der Hersteller einer Ausweis-App konnte diesen Service bisher nur unter Android anbieten. Mit der Öffnung der Schnittstelle seitens Apple wird dies erweitert. Bisher brauchte RealID dafür einen externen RFID-Leser.

Getestet werden kann die Funktion derzeit nur eingeschränkt. Die App ist noch nicht im App Store erhältlich, sondern wird via Apples Testflight-System angeboten. Voraussichtlich im September 2019 soll die App nutzbar sein, wie der Entwickler Innovalor angibt. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch die Betaphase von iOS 13 abgeschlossen sein.

Obwohl recht viele iOS-Geräte bereits NFC-Chips besitzen, werden nicht alle Geräte NFC so nutzen können, wie es ReadID braucht. Geräte, die älter als das iPhone 7 sind, werden nicht mit der App funktionieren. Interessant wird sein, ob in Verbindung mit der Öffnung der Schnittstelle auch die Timing-Probleme mancher iPhone-SKUs stärker bemerkbar sein werden. In Japan ist das in Verbindung mit Felica-Drahtlosschnittstellen bereits aufgefallen. Es gibt sogar ein Austauschprogramm, wenngleich Apple dies nicht offiziell macht.

ReadID ist bereits dabei, ein SDK zu verteilen. Die App ist insofern von Relevanz, weil das Unternehmen mit vielen Banken in der EU zusammenarbeitet. Die Nutzung der NFC-Schnittstelle - abseits der Emulationen wie etwa Felica oder EMV - dürfte sich also durchaus verbreiten, zumal auch andere Interessenten existieren. Druck auf Apple hat anscheinend auch Großbritannien ausgeübt.

Sollte die Schnittstelle tatsächlich leicht nutzbar sein, dürfte eine große Anzahl von Apps erscheinen. Wer etwa diverse Zahlungs- und ÖPNV-Karten auslesen will, um etwa den Kontostand zu erfahren, brauchte bisher ein Android-Gerät. So haben wir das bisher auch gehandhabt.

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