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Dass das Display nicht komplett ausgenutzt wird, fällt beim iPhone X nicht auf.
Dass das Display nicht komplett ausgenutzt wird, fällt beim iPhone X nicht auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Fast das Optimum: die angepasste App, Face ID und Webseiten

Am besten funktioniert die Bedienung des iPhone X natürlich mit entsprechend angepassten Apps. Und während wir uns bei der Umstellung auf das iPhone 6 vor allem über fehlende Anpassungen ärgerten, ist das beim iPhone X dieses Mal nicht der Fall.

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Auffallend ist bei angepassten Apps immer die komplette Nutzung des Displaybereichs. Sprich, auch der Gestenbereich ist Teil der App. Anwender haben bei angepassten hellen Apps einen schwarzen Strich über einem hellen Bereich. Kollisionen mit dem Gestenbereich haben wir noch nicht festgestellt. Die Entwickler halten sich offenbar an die Vorgaben von Apple. Unproblematisch sind auch die beiden Hörner um die Sensoren. Hier finden sich ohnehin nur die Status-Informationen, Gesten aus den Ecken werden nicht beeinflusst.

Die Anzahl der bereits angepassten Apps ist erstaunlich und erfreulich hoch, trotz der schlechten Verfügbarkeit des Geräts. Sobald es noch besser verfügbar ist, dürfte ein Großteil der Nutzer kaum noch Alt-Apps entdecken. Denn unter den angepassten Apps fallen etliche beliebte Programme und auch so manche Anwendung, bei der wir nicht mit einer derart fixen Anpassung gerechnet hätten. Vor allem Apple hat natürlich sehr viel Zeit in die Anpassung gesteckt. Es gab aber auch eine auffallende Ausnahme: Die Airport-App wurde noch nicht angepasst. Möglicherweise wird das auch nicht passieren, das Airport-Router-Geschäft wurde Gerüchten zufolge eingestellt. Die App ist ein weiterer Hinweis, dass die Produkte zwar noch verkauft werden, der Support aber eingestellt wurde. Ansonsten sind unsere Apple-Apps alle angepasst worden, auch die Trailer-Anwendung, die TV-App oder der Apple Store.

Solche Ausnahmen gibt es natürlich, aber da die Anpassungsprobleme im Hochkant-Modus ohnehin marginal sind, lässt sich alles wie gehabt nutzen.

Face ID funktioniert ohne Probleme

Eine weitere Anpassung für Alt-Apps hat Apple selbst vorgenommen. Die Verwendung von Touch ID ist nicht mehr möglich. Das bedeutet aber nicht, dass die Apps deswegen nicht mehr funktionieren. Face ID übernimmt komplett. Es gibt beim ersten Start der Anwendung nur eine kleine Warnmeldung, dass die App für Touch ID entwickelt wurde. Doch die können Anwender einfach ignorieren.

Problematisch sind allenfalls Nutzungsbedingungen. Die Targobank beispielsweise nutzt Touch ID für die Kontostandsabfrage und drängt Anwendern das System regelrecht auf. Bei jedem Start werden sie aufgefordert, Touch ID zu verwenden und die Bedingungen abzusegnen. Selbst wer das ablehnt, bekommt die Aufforderung jedes Mal neu und kann so auch Face ID verwenden, was in den Bedingungen aber nicht beachtet wird. Die Schuld liegt hier aber bei der Targobank.

In geringem Umfang können Webseiten als Altanwendungen problematisch sein. Allerdings hat Apple daran gedacht und optimiert die Webkit-Engine noch weiter, um Kollisionen mit dem Gestenbereich zu vermeiden. Normalerweise werden Webseiten wie auf älteren iPhones dargestellt. Die CSS-Möglichkeit des Setzens eines Safe-Area-Inset ermöglichen eine Anpassung, um den Bildschirm besser auszunutzen. Notwendig ist das aber nicht und spezielle Anpassungen für ein einzelnes Gerät im Webdesign durchzuführen, lässt sich eigentlich nur rechtfertigen, wenn das Publikum aus einem signifikant hohen iPhone-X-Anteil besteht.

Fazit

Bei der Notwendigkeit und Umsetzung von Anpassungen des Betriebssystems an neue Hardware ist die Situation beim iPhone X erfreulich gut. In der Praxis konnten wir keine ernsthaften Probleme mit alten Apps in der neuen iOS-Welt feststellen - und das trotz der doch deutlich veränderten Rahmenbedingungen.

Es lässt sich dabei nicht bestreiten, dass das Ende der 32-Bit-Kompatibilität mit dafür verantwortlich ist. Eine sehr große Anzahl an Alt-Apps funktioniert überhaupt nicht mehr auf dem iPhone X und sorgt damit auch nicht für Kompatibilitätsärger. Schade ist, dass auch Nicht-iPhone-X-Anwender sie nicht mehr nutzen können, selbst wenn sie sie erst kürzlich erworben haben.

Trotz allem müssen sich aber auch Anwender ein wenig anpassen. Bedingt durch die veränderte Hardware, vor allem die neue Display-Größe, braucht es etwas Übung. Doch die Art und Weise, wie Apple die Umstellung handhabt, ist gelungen, so dass sich auch ein älterer App-Katalog ohne Probleme mit dem neuen iPhone X nutzen lässt.

 Nur im Querformat gibt es deutliche Tastaturunterschiede

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Trollversteher 29. Nov 2017

zB. mehr bzw breitere Register, höhere Speicherbandbreite durch die doppelte Datenbus...

pizuzz 27. Nov 2017

Ja, das mit der VAT vergess ich ständig. Danke.

Huviator 27. Nov 2017

Ja klar, Apple war der Erfinder und Google hat es von da kopiert... Gabs davor ja auch...

Huviator 27. Nov 2017

Also ich biete selbst noch ein Programm an, welches nur auf 32 bit verfügbar ist und mit...

Lord Gamma 26. Nov 2017

Bin schon auf den nächsten gespannt. Super-Duper-Retina vielleicht ;-)



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