iOS 11.1 & MacOS High Sierra: Apples Krack-Patches sind nicht mehr Beta

Apple patcht Krack für iOS und MacOS - ältere iPhones gehen aber trotz offizieller Unterstützung für iOS 11 bislang leer aus. In den Betriebssystemen wurden darüber hinaus viele zum Teil kritische Schwachstellen gepatcht.

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Das iPhone 7 bekommt die Krack-Patches - ältere Geräte vorerst nicht.
Das iPhone 7 bekommt die Krack-Patches - ältere Geräte vorerst nicht. (Bild: Apple)

Apple hat mit den aktuellen Updates für iOS 11 und MacOS High Sierra auch zahlreiche Sicherheitslücken behoben. Neben der WPA2-Sicherheitslücke Krack gab es weitere Probleme, unter anderem in Webkit und im Kernel. Die Patches für Krack wurden bislang nur mit den Betaversionen von Apples Betriebssystemen verteilt.

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Zu Krack heißt es in den Advisories für iOS und MacOS: "Ein Logikfehler hat in der Bearbeitung von Übergangszuständen existiert. Dies wurde durch ein verbessertes State-Management behoben". Bei dem Krack-Angriff kann ein Angreifer einem Wi-Fi-Client einen bereits ausgehandelten Schlüssel erneut präsentieren sowie eine Nonce mehrfach verwenden und dadurch einen Teil des eigentlich verschlüsselten Traffics mitlesen. Akute Gefahr für Privatnutzer besteht zumindest derzeit nicht.

Dazu muss das Opfer jedoch in eine Verbindung mit einem alternativen Access Point gezwungen werden. Das Update wird für alle iPhone ab dem iPhone 7 und Geräte ab dem iPad Pro 9,7 Zoll aus dem Jahr 2016 und spätere Geräte verteilt. Damit bekommen nicht alle Geräte, die offiziell mit iOS 11 versorgt werden, den Patch. Wir haben Apple nach den Gründen gefragt. In iOS wurde die CVE-2017-13080 gepatcht, unter MacOS zusätzlich die CVE-2017-13077 und CVE-2017-13078. Bei MacOS bekommen auch Sierra (10.12.6) und El Capitan (10.11.16) die Patches.

Auch im Kernel von iOS gab es Probleme. Ein Bug mit der CVE-Nummer 2017-13799 soll es durch einen Speicherfehler ermöglichen, beliebigen Code mit Kernel-Privilegien auszuführen. Weitere Details liegen zu der Sicherheitslücke bislang nicht vor, das Problem soll durch verbessertes Handling des Speichers behoben worden sein.

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Zahlreiche Fehler in Webkit sollen in der Lage sein, durch präparierten Code auf Webseiten beliebigen Code auf dem Rechner der Nutzer auszuführen. Schuld daran sind offenbar eine Reihe von Speicherfehlern. Dieses Update wird für alle Geräte ab dem iPhone 5S verteilt und wurde von Ivan Fratric von Googles Project Zero gemeldet.

Kritische Fehler auch unter MacOS

Nur unter MacOS wurden Fehler in der Sandbox behoben, die eine Ausführung von beliebigem Code mit Systemrechten ermöglichen sollen. Die CVE dazu lautet 2017-13838. Auch die Remote-Management-Funktion soll die Ausführung von Code mit Systemberechtigungen durch verschiedene Applikationen ermöglichen. Auch ein Speicherfehler im Tool fcsk_msdos ermöglicht die Ausführung von Code mit Systemrechten.

Mehrere Fehler betreffen Apples neues Dateisystem APFS, das auch in unserem Test an einigen Stellen noch unausgegoren schien. Ein präparierter Thunderbolt-Adapter soll in der Lage sein, auf das Dateisystem zuzugreifen und unverschlüsselte Daten abzugreifen (CVE-2017-13786). Außerdem wurde ein Speicherfehler behoben, der Codeausführung mit Systemrechten ermöglicht. Ein ähnlicher Fehler existiert auch im Dateisystem HFS (CVE-2017-13830). In einer früheren Version hatte Apple bei APFS das Passwort für die Systemverschlüsselung als Passworthinweis angezeigt.

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