IO Interactive: 007 First Light bekommt Pathtracing - Full HD verlangt RTX 5070
Nvidia und IO Interactive haben das angekündigte Pathtracing-Update für 007 First Light veröffentlicht. Die PC-Version des James-Bond-Abenteuers (Test auf Golem) unterstützt damit eine aufwendigere Berechnung von Beleuchtung, Schatten und Reflexionen. Hinzu kommt DLSS 4.5 Ray Reconstruction.
Pathtracing ist eine besonders umfassende Form des Raytracings. Statt nur einzelne Effekte wie Reflexionen oder Schatten mit Strahlenberechnungen aufzuwerten, wird die Ausbreitung des Lichts wesentlich umfangreicher simuliert. Das ermöglicht eine realistischere indirekte Beleuchtung, Spiegelungen und Schatten, benötigt aber viel Rechenleistung.
Ray Reconstruction soll typische Bildfehler solcher Berechnungen reduzieren. Nvidias Technik ersetzt klassische, auf einzelne Effekte abgestimmte Denoiser durch ein KI-Modell. Dieses rekonstruiert aus den vergleichsweise wenigen berechneten Strahlen ein möglichst stabiles und detailreiches Bild.
In 007 First Light wird Ray Reconstruction automatisch aktiviert, sobald Pathtracing eingeschaltet ist. DLSS 4.5 Super Resolution und Dynamic Multi Frame Generation unterstützt das Spiel bereits seit dem Marktstart.
Wie anspruchsvoll Pathtracing ist, zeigen die neuen Systemanforderungen(öffnet im neuen Fenster). Für 1.920 × 1.080 Pixel, 60 fps und mittlere Pathtracing-Einstellungen empfiehlt IO Interactive mindestens eine Geforce RTX 5070 mit 12 GByte VRAM. Für 2.560 × 1.440 Pixel und ebenfalls 60 fps wird eine RTX 5080 mit 16 GByte VRAM genannt. Beide Vorgaben gelten ohne DLSS-Upscaling und beziehen sich somit auf natives Rendering.
Für das höchste Profil nennt IO Interactive eine Geforce RTX 5090 mit 32 GByte VRAM. Als Ziel gelten UHD-Auflösung, hohe Pathtracing-Einstellungen und mehr als 200 fps. Anders als bei den beiden kleineren Profilen kommt hier DLSS 4.5 einschließlich Dynamic Multi Frame Generation zum Einsatz.
Das heißt, dass zwischen den tatsächlich gerenderten Bildern zusätzliche Frames erzeugt werden. Die mehr als 200 fps sind also nicht mit nativ berechneten 200 fps vergleichbar.
In den offiziellen Pathtracing-Anforderungen tauchen ausschließlich Grafikkarten der RTX-5000-Serie auf. Daraus lässt sich allerdings nicht sicher ableiten, dass ältere Geforce- oder Radeon-Modelle technisch ausgeschlossen sind. Unabhängige Benchmarks müssen außerdem noch zeigen, wie groß der optische Gewinn durch Pathtracing ausfällt und welche Leistung die Technik tatsächlich kostet.
007 First Light erschien Ende Mai 2026. Pathtracing war ursprünglich für den Marktstart angekündigt worden, wurde vor Veröffentlichung jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das jetzt veröffentlichte Update reicht die Technik rund vier Monate später nach.
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