Invincible Staffel 4: Sterben in einer brutalen Superheldenwelt
Ziemlich genau ein Jahr nach dem Ende der dritten Staffel kehrt Invincible mit der vierten Staffel zurück. Die Animationsserie für Erwachsene, die auf den Comics von Robert Kirkman, Cory Walker und Ryan Ottley basiert, setzt damit ihre Geschichte um den jungen Helden Mark Grayson fort – und verspricht erneut kompromisslose Action, moralische Konflikte und eine noch größere Bedrohung für die Erde. Das zeichnet sich schon in der ersten Folge ab.
Zum Auftakt veröffentlicht Amazon heute (18. März 2026) gleich drei Episoden, danach folgt wöchentlich jeden Donnerstag eine neue Folge. Insgesamt umfasst die vierte Staffel wieder acht Episoden.
Seit dem Start im Jahr 2021 hat sich Invincible eine große Fangemeinde aufgebaut. Die Serie erzählt die Geschichte des Teenagers Mark Grayson, der als Sohn des mächtigen außerirdischen Helden Omni-Man über enorme Kräfte verfügt. Während Mark versucht, ein normales Leben zu führen, muss er zugleich lernen, mit seiner Herkunft und den Erwartungen seines Vaters umzugehen. Die Serie kombiniert klassische Superheldenaction mit überraschend düsteren Wendungen und drastischer Gewalt.
Die neue Staffel knüpft an die Ereignisse von Season 3 an. Dort entkam der dimensionsreisende Gegner Angstrom Levy knapp und zog sich zu seinen Verbündeten zurück, nachdem er den sogenannten Invincible War ausgelöst hatte – eine Schlacht mit zahlreichen alternativen Versionen des Helden aus dem Multiversum. Gleichzeitig geriet Mark immer tiefer in moralische Konflikte, während er seinen Viltrumiten-Halbbruder Oliver beschützte und sich seine Beziehung zu Atom Eve weiterentwickelte.
Inhaltlich steuert die Serie nun auf einen der zentralen Handlungsstränge der Comicvorlage zu: den Viltrumite War. Die außerirdischen Eroberer, zu denen auch Marks Vater gehört, stellen dabei eine existenzielle Bedrohung für die Erde dar. Neue Gegner sollen ebenfalls auftreten, darunter Thragg, der skrupellose Herrscher des Viltrumiten-Imperiums, sowie Dinosaurus und Universa; ersterer hat Invincible schon in der ersten Folge zum Fressen gern.
Wenn die Moral versagt
Es zeichnete sich schon in der letzten Staffel ab, kommt nun aber noch mehr zum Tragen: Marks Moral wird auf den Prüfstand gestellt, und das mehr, als das sonst bei Superheldengeschichten der Fall ist.
Denn dort ist es häufig so, dass der Held sich entscheiden muss: Töten, um Opfer in der Zukunft zu vermeiden, oder den Gegner am Leben lassen und damit riskieren, nicht nur erneut gegen ihn kämpfen zu müssen, sondern auch zahlreiche weitere Tote zu provozieren.
Normalerweise fällen Superhelden immer die richtige, die integere Entscheidung. Sie töten, um zu retten. Damit spielt auch schon die erste Folge, denn Mark wird härter. Das zeigt sich im Kampf mit Dinosaurus. Aber eben nicht nur dort.
Thragg kommt!
Auch in Marks Privatleben wird das deutlich. Nach einem Essen bei Eves Eltern spricht ihre Mutter mit ihr und verteidigt das Verhalten ihres Vaters, vor allem aber warnt sie Eve, dass sie nicht wissen könne, wie Mark sich entwickeln wird. Soll heißen: Eves Vater war früher, vielleicht, auch mal ein besserer Mann, als er es heute ist.
Showrunner und Comic-Autor Robert Kirkman kündigte bereits an, dass Staffel vier die Einsätze deutlich erhöht. Die Konflikte für Mark würden größer und persönlicher, der Krieg mit den Viltrumiten werde sich immer stärker zuspitzen.
Zum Sprecher-Ensemble gehören erneut Steven Yeun als Mark Grayson, Sandra Oh als Debbie Grayson und J. K. Simmons als Omni-Man. Ebenfalls zurück sind unter anderem Gillian Jacobs (Atom Eve), Seth Rogen (Allen the Alien) und Zachary Quinto (Robot).
Neu dabei sind Lee Pace (Foundation) als Thragg, Danai Gurira (Michonne in The Walking Dead) als Universa und Matthew Rhys (The Americans) als Dinosaurus. Wie immer gilt: Im englischen Original ist echte Star-Power vorhanden!
Der große Gegner
Besonders interessant wird Thragg. Er ist der Grand Regent des Viltrumiten-Imperiums und einer der, wenn nicht gar der mächtigste Gegner, dem sich Invincible je stellen musste. Als Anführer der Viltrumiten ist er extrem stark und steigert damit die Bedrohung für die Erde.
"Wir versuchen, jede Staffel besser zu machen als die vorherige – und Conquest wird extrem schwer zu übertreffen sein. Da sind wir uns alle einig. Wie wir das toppen wollen, hängt ganz entscheidend mit der Figur Thragg zusammen. Er ist eine gewaltige Ergänzung für die Serie und wird alles verändern, was ihr bisher über das Invincible-Universum zu wissen glaubt", sagte Kirkman auf dem Panel der New York Comic Con(öffnet im neuen Fenster).
Mit der Thragg-Geschichte und dem Viltrumiten-Krieg beginnt die Serie ihr Endspiel. Der Konflikt mit Thragg und der Kampf nicht nur um die Erde, sondern die Zukunft des Viltrumiten-Imperiums ist die letzte große Geschichte der Comicvorlage, aber eine, die sich über Jahre erstreckte.
Es ist also nicht notwendigerweise damit zu rechnen, dass die Fernsehserie schon mit der fünften Staffel endet. Die befindet sich bereits in Produktion und wird wohl 2027 folgen. Damit ist dann noch lange nicht Schluss. Robert Kirkman sagte schon, dass er mit acht bis neun Staffeln rechne, um der Geschichte des Comics gerecht zu werden.
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