Investoren fordern: 40-Stunden-Woche für Elon Musk bei Tesla

In einem Brief an den Tesla-Vorsitzenden Robyn Denholm fordern zwölf langfristig orientierte Investoren, dass Elon Musk mindestens 40 Stunden pro Woche im Unternehmen arbeitet. Wie die Financial Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , werden außerdem Reformen der Unternehmensführung verlangt, um die Krise des Autobauers anzugehen.
"Die aktuelle Krise bei Tesla macht die langfristigen Probleme des Unternehmens deutlich, die auf die Abwesenheit des CEO zurückzuführen sind und durch einen Vorstand verstärkt werden, der weitgehend desinteressiert und nicht bereit zu sein scheint, im besten Interesse aller Tesla-Aktionäre zu handeln" , heißt es in dem Schreiben.
Die 40-Stunden-Forderung sehen die Unterzeichner als Bedingung für einen neuen Vergütungsplan von Elon Musk. Dieser hatte zuvor erklärt, er benötige ein neues Gehaltspaket, um sich auf Tesla konzentrieren zu können. "Angesichts von Musks Führungsrollen in vier privaten Unternehmen und seiner Stiftung muss der Vorstand sicherstellen, dass Tesla nicht nur als eine von vielen konkurrierenden Verpflichtungen behandelt wird" , heißt es dazu in dem Brief.
Kritische Kleinanleger sind bei Musk unbeliebt
Zu den Unterzeichnern gehören große Pensionsfonds wie die American Federation of Teachers und die Akademiker Pension aus Dänemark sowie der New York City Comptroller, der den Pensionsfonds der öffentlich Beschäftigten verwaltet. In Summe verwalten alle Unterzeichner ein Vermögen in Höhe von 950 Milliarden US-Dollar. Sie halten allerdings nur 0,25 Prozent der Tesla-Aktien.
Aktivistische Investoren, die mit geringen Anteilen versuchen, Einfluss zu nehmen, werden von Elon Musk schon länger kritisiert. So wurde zum Beispiel im Jahr 2018 ein Zahlungsgeschäft zweimal abgelehnt, weil ein Tesla-Aktionär mit 200 Anteilen dagegen geklagt hatte.
Die Financial Times bezeichnet die koordinierten Bemühungen der Fonds, Druck auf Elon Musk auszuüben, allerdings als ungewöhnlich und sieht darin ein Zeichen der Eskalation, um Veränderungen im Unternehmen zu erreichen.
Musk sieht sich spätestens seit dem Beginn seiner Arbeit für die US-Regierung mit dem Vorwurf konfrontiert, keine Zeit mehr für seine Unternehmen zu haben. Er kündigte darauf hin an, seine Regierungsarbeit zu reduzieren , und beendete diese jüngst gänzlich .