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Investor: Google "fantastisches Beispiel" für "Schwachsinns-Jobs"

Ein Investor von Andreessen Horowitz mischt sich in die Fake-Work-Debatte im Silicon Valley ein - und nennt Google ein "fantastisches Beispiel" dafür.
/ Tobias Költzsch
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Google beschäftige zu viele Mitarbeiter, die nichts zu tun hätten, sagt Investor David Ulevitch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Google beschäftige zu viele Mitarbeiter, die nichts zu tun hätten, sagt Investor David Ulevitch. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Der Investor David Ulevitch hat Google ein "fantastisches Beispiel" für ein Unternehmen genannt, das Angestellte in "Schwachsinns-Jobs" beschäftigt. "Ich glaube nicht, dass es verrückt wäre zu glauben, dass die Hälfte der Büroangestellten bei Google wahrscheinlich keine wirkliche Arbeit verrichtet" , sagt Ulevitch in einem Interview, wie Business Insider(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Ulevitch mischt sich damit in die Debatte um Angestellte bei großen Tech-Unternehmen ein, die mutmaßlich weniger zu tun haben als eigentlich vorgesehen. Während der Coronazeit stellten Unternehmen wie Google und Meta viele neue Mitarbeiter ein, von denen zahlreiche berichten, dass sie schlicht nichts zu tun hätten . Den Einstellungen folgte eine Entlassungswelle bei vielen Unternehmen.

"Jeder, der in einem Unternehmen mit mehr als 10.000 Büroangestellten arbeitet, weiß, dass eine Reihe von Personen wahrscheinlich schon morgen entlassen werden könnte, ohne dass man den Unterschied merken würde" , sagt Ulevitch. "Vielleicht wäre es sogar besser für das Unternehmen, da sich weniger Leute einmischen würden."

Fokus auf Management-Jobs sei "Schwäche"

Ulevitch zufolge ist jedoch die in den USA vorherrschende Annahme, dass Management-Jobs "sehr wichtig" seien, eine Schwäche und keine Stärke. Er räumt ein, dass er in seiner Karriere Teil dieser "Management-Klasse" gewesen sei. Ulevitch verkaufte 2015 sein Start-up OpenDNS für 635 Millionen US-Dollar an Cisco und war dann dort Senior Vice President - ein hoher Management-Posten.

Ulevitch zufolge kosten unnütze Büroangestellte in einem Unternehmen Profite, was sich negativ auf die Shareholder auswirkt. Diese seien in den USA oft genug Altersvorsorgefonds, so Ulevitch. "Diese Leute sind also nicht nur nutzlos (und werden verwöhnt, damit sie glauben, nutzlose Jobs seien wichtig - das sind sie aber nicht), sondern sie nehmen auch Geld von den Rentenprogrammen der übrigen Arbeitnehmer weg."


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