Investmentfirma: Ex-Kanzler Kurz heuert bei Thiel Capital an

Die Gerüchte haben sich bestätigt: Österreichs Ex-Kanzler Kurz arbeitet künftig für den Trump-Unterstützer Peter Thiel.

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Sebastian Kurz und Peter Thiel kennen sich schon seit Jahren.
Sebastian Kurz und Peter Thiel kennen sich schon seit Jahren. (Bild: Twitter.com/Screenshot: Golem.de)

Der frühere österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird demnächst als Lobbyist für den US-Milliardär Peter Thiel tätig. Kurz bestätigte der Wiener Kronen Zeitung, vom ersten Quartal 2022 bei der Investmentfirma Thiel Capital als "Global Strategist" einzusteigen. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass Kurz auch für die von Thiel mitgegründete Datenanalysefirma Palantir arbeiten könnte.

Dem Linkedin-Profil von Thiel Capital zufolge bietet das Unternehmen mit Sitz in West Hollywood "strategische und operative Unterstützung für Peters zahlreiche Investitionsinitiativen und unternehmerischen Bemühungen" an. Verwandte Firmen sind demnach Clarium, Founders Fund, Mithril, Valar Ventures und The Thiel Foundation. Thiel Capital hat zwischen 11 und 50 Beschäftigte. 35 von ihnen haben ein Linkedin-Profil.

Der 1967 in Frankfurt am Main geborene Thiel hat unter anderem Paypal mitgegründet und sehr früh in Facebook investiert. Er hat als einer der wenigen bekannten Figuren aus dem Silicon Valley den früheren US-Präsidenten Donald Trump unterstützt und ist auch Mitglied der Republikanischen Partei.

Kurz und Thiel kennen sich schon seit einigen Jahren. So postete Kurz im Februar 2017 auf Twitter ein Foto von einem Treffen mit Thiel auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zudem hatte sich Thiel gewünscht, dass Kurz im Oktober 2021 die Laudatio zur Verleihung des Schirrmacher-Medienpreises halten sollte. Doch dazu kam es nicht.

Denn Kurz war Anfang Oktober wegen einer Korruptionsaffäre als Bundeskanzler zurückgetreten. Im Dezember verkündete er schließlich seinen kompletten Rückzug aus der Politik. Hintergrund des Rückzugs sind Vorwürfe, wonach Kurz zusammen mit Personen aus seinem Umfeld manipulierte Umfragen mit Steuergeldern finanziert hat.

Nach Angaben der Kronen Zeitung muss man sich um das Jahresgehalt von Kurz "keine Sorgen machen". Aus dem Umfeld des Ex-Kanzlers sei zu hören, "dass er aber auch Europa mit dem einen oder anderen Aufsichtsratsposten und einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einer internationalen Organisation treu bleiben wird".

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