Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Investitionspaket: Kanada setzt auf 3D-Hausdruck als Antwort auf Wohnungskrise

Die Wohnungskrise in Kanada soll mithilfe von 3D-Druck bekämpft werden, wie Premierminister Justin Trudeau angekündigt hat.
/ Andreas Donath
57 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
56 Quadratmeter großes Haus stammt aus dem 3D-Drucker (Bild: University of Maine)
56 Quadratmeter großes Haus stammt aus dem 3D-Drucker Bild: University of Maine

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat eine Reihe staatlicher Investitionen angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , die darauf abzielen, die Baukosten zu senken und die Bauzeiten zu verkürzen. So soll die Wohungskrise in Kanada bekämpft werden.

Das Investitionspaket legt den Schwerpunkt auf die Förderung innovativer Bautechnologien zur Rationalisierung des Bauprozesses. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Einrichtung eines mit 50 Millionen kanadischen Dollar dotierten Technologie- und Innovationsfonds für den Wohnungsbau, von dem sich die Regierung erhofft, dass er weitere 150 Millionen kanadischen Dollar von Investoren aus dem Privatsektor und anderen staatlichen Ebenen anziehen wird.

Der Fonds wird vorrangig Projekte fördern, die innovative Ideen und Technologien erforschen, wie z. B. Fertighausfabriken, Massenproduktion von Holz, Paneele, 3D-Druck und Kataloge mit vorgefertigten Hausdesigns. Durch Investitionen in diese Bereiche will die Regierung die Bauindustrie modernisieren.

Standardisierte Hausentwürfe und kostengünstige Finanzierungen

Zusätzlich zum Innovationsfonds wird die Bundesregierung 11,6 Millionen kanadische Dollar für den bereits angekündigten Katalog für Wohndesign bereitstellen. Diese Initiative zielt darauf ab, standardisierte Hauskonstruktionen zu schaffen, die den Bauprozess vereinfachen. Der Katalog enthält vorab genehmigte Entwürfen, um die Planungs- und Genehmigungsphasen zu verringern.

Darüber hinaus wird ein erheblicher Teil der angekündigten Mittel in das Bundesprogramm für Wohnungsbaudarlehen fließen.

Der 3D-Druck von Gebäudekomponenten und ganzen Gebäudestrukturen bietet interessante Möglichkeiten für die Zukunft des Wohnungsbaus, doch die Technik befindet sich noch nicht im Großserienstadium. Der Druck einzelner Komponenten wie Wände und Böden soll künftig Zeit und Kosten sparen. Die gedruckten Teile sollen vor Ort zu einem vollständigen Gebäude zusammengefügt werden.

Noch tiefer in bestehende Strukturen greift der Druck ganzer Häuser oder Gebäudestrukturen in einem Stück ein. Unternehmen wie Icon und Apis Cor(öffnet im neuen Fenster) sind Vorreiter auf diesem Gebiet und haben bereits erfolgreich 3D-gedruckte Häuser erstellt.


Relevante Themen