Investitionen in Rechenzentren: Tech-Konzerne vermeiden finanzielle Risiken

Mithilfe von Zweckgesellschaften vermeiden Technologieunternehmen Ausgaben für Rechenzentren in ihren Bilanzen. Wie die Financial Times (FT, Paywall) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wurden damit bereits Verbindlichkeiten in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar verlagert.
Unternehmen, wie Meta, xAI, Oracle und Coreweave, schützen sich laut der FT mit komplexen Finanzierungsvereinbarungen vor hohen Krediten, die für den Bau von Rechenzentren benötigt werden.
Risiken verschleiern und Verantwortung vermeiden
Das erforderliche Kapital wird von Finanzinstituten wie Pimco, Blackrock und Blue Owl Capital sowie US-Banken wie JPMorgan bereitgestellt und fließt über, als SPV (Special Purpose Vehicle) bezeichnete Zweckgesellschaften.
Dadurch erscheinen die hohen Kreditsummen nicht in den Bilanzen der Technologieunternehmen, was mögliche Risiken verschleiert, die die Konzerne eingehen, und auch die Frage nach der Verantwortung verkompliziert, falls die Nachfrage nach KI-Anwendungen nicht wie erwartet ausfällt.
Die Strukturen von SVPs erhöhen zudem das Risiko, dass sich mögliche finanzielle Schwierigkeiten von Betreiberunternehmen unvorhersehbar auf die Investoren auswirken.
Tech-Konzerne haben exzellente Bonitätsbewertungen
Ein leitender Angestellter eines großen Finanzinstitutes sagte der FT: "Vor 18 Monaten wäre das undenkbar gewesen, und heute ist es völlig normal." Die Technologiebranche habe aufgrund ihrer Bonität Zugang zu deutlich mehr Kapital als jede andere Branche, fügte er hinzu.
Die FT ergänzt, dass die Konzerne des Silicon Valley traditionell hohe Cashflows generiert haben und kaum verschuldet waren. Dadurch erhielten sie exzellente Bonitätsbewertungen und erwarben sich ein hohes Vertrauen bei Investoren.



