Investitionen: Amazon KI-Milliardenpläne vertreiben Anleger
Inhalt
Hohe Investitionen in künstliche Intelligenz haben die Anleger von Amazon verschreckt – wie zuletzt schon bei Alphabet und Meta. Die Aktien des Handelsriesen brachen am 6. Februar 2026 um bis zu zehn Prozent ein und drohten dabei erstmals seit Mai 2025 wieder unter die 200-US-Dollar-Marke zu rutschen.
Kurz darüber konnten sie sich aber stabilisieren. Am Ende war das Minus mit 210 US-Dollar noch 5,6 Prozent groß, berichtet die Deutsche Presse Agentur (DPA).
Anders als noch über weite Strecken der vergangenen Jahre versuchen die Anleger neuerdings stärker, potenzielle Gewinner und Verlierer des KI-Booms zu unterscheiden. Zudem hinterfragen sie immer häufiger milliardenschwere Investitionen in den neuen Megatrend. Anleger stellen sich vor allem die Frage, ob die gewaltigen Beträge überhaupt zurückverdient werden können.
Amazon ist nun der Nächste im Bunde nach Alphabet und Meta, deren Kurse am Freitag um bis zu 2,5 Prozent fielen. Alphabet hatte unlängst Kapitalausgaben von bis zu 185 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, während Meta bis zu 135 Milliarden US-Dollar anpeilt. Wie am Vorabend bekannt wurde, übertrifft Amazon seine ausgabefreudigen Tech-Rivalen sogar noch.
Amazon: 200 Milliarden US-Dollar Investitionen in einem Jahr
Der Konzern, der sich von einem Handelskonzern zu einem breiter aufgestellten Internetriesen mit starkem Cloudgeschäft gewandelt hat, will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken.
Immerhin: Dies half bei der Erholung einiger Aktien, die als Infrastruktur-Ausrüster von solch üppigen Investitionen profitieren könnten. So legten Broadcom und Nvidia um mehr als sieben Prozent zu.
Laut Amazon-Chef Andy Jassy soll der Großteil des Geldes in den Ausbau von KI-Infrastruktur gehen. Er rechnet auf lange Sicht mit einer profitablen Geldanlage. Den Investoren geht das Erreichen von Profiten offensichtlich nicht zügig genug, die KI-Sorgen am Markt verschärften sich jüngst.
"Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen" , sagte Jefferies-Branchenexperte Brent Thill. Amazon müsse Vertrauensaufbau leisten. Das Unternehmen ist stark im Geschäft mit Rechenleistung und Cloudspeicher – und profitiert damit auch vom Boom bei künstlicher Intelligenz.
- Anzeige Hier geht es zum Meta Quest 3 mit Asgarth's Wrath 2 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.