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Doctor Who tritt ab

Der zweite Kurs, ebenfalls mit zehn Kapiteln, behandelt die Programmierung mit Micropython. Die Umsetzung ist nicht mehr so aufwendig, auf Sprecher müssen wir verzichten, das Doctor-Who-Thema taucht nur noch als Hintergrundbild auf. Der Kurs besteht vor allem aus kleinen Code-Übungen.

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Im dritten Kurs "Glitch-Manor" fehlt jegliche Referenz auf das Doctor-Who-Thema. Zudem überschneidet sich der Lerninhalt anfangs mit dem ersten Kurs, vertieft aber noch einmal die Programmierung mit Scratch sowie den Umgang mit der Scratch-IDE und Programmierkonzepten. Die Sprecher und die umfangreichen Texte fehlen, dafür ist der Ablauf deutlich interaktiver.

Der letzte Kurs ist schließlich eine geradezu klassische Einführung in Python und Programmierkonstrukte wie Variablen, Funktionen und Schleifen, inklusive interaktivem Editor zur Codeausführung.

Obwohl nur ein Kurs das Doctor-Who-Thema wirklich durchzieht, begeistert uns das gesamte Kursangebot. Bei früheren Tests von ähnlichen Angeboten fehlte uns die inhaltliche Tiefe oder die Interaktion der Nutzer mit dem Lernmaterial, langweilte die Präsentation und motivierte nicht. Das Hifive Inventor Kit erfüllt alle Ansprüche vorbildhaft.

Webbrowser spricht USB

Worauf wir bislang nicht eingegangen sind, ist die offensichtliche Frage, wie das Programm aus der webbasierten Scratch- oder Python-IDE auf das Board kommt. Über die IDE können wir es serverseitig kompilieren und wir erhalten das Binary zum Download. Stecken wir das Inventor-Board per USB an den Computer an, erscheint es als Laufwerk und wir können die Datei darauf kopieren. Das Board führt einen Reset durch und spielt dann unser Programm ab.

Je nach verwendetem Browser ist der explizite Kopiervorgang auch nicht unbedingt erforderlich, sondern das Binary kann im Browser direkt auf dem Hifive Inventor aufgespielt werden.

Die browserbasierte IDE ist zwar im Rahmen der Lernkurse und für erste Spielereien praktisch, aber früher oder später kommt sicherlich der Wunsch nach mehr Professionalität und Freiheit auf. Doch nirgends finden wir einen Hinweis seitens des Herstellers, wie wir auf unserem eigenen Computer Programme kompilieren können.

  • Links: Das vollständige Hifive Inventor Coding Kit. Rechts: Das Expansion Board-Set (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Der Inhalt des Inventor Coding Kit (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Erweiterungsleiste der Platine steckt unter der abnehmbaren roten Kappe. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Frontseite der Platine, die Erweiterungsleiste ist kompatibel zum BBC Micro:bit. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Rückseite der Platine mit dem prominent sichtbaren ESP32-Modul  (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Der eigentliche Mikrocontroller auf der Platine ist winzig. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • So begrüßt die Webseite die Nutzer nach der Registrierung. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Doctor Who führt durch den ersten Kurs. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die klassische Scratch-Web-IDE mit Einführungstexten (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wir können auch abseits der Kurse die IDE direkt aufrufen. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Micropython-IDE (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die erstellten Programme werden direkt per USB auf die Platine geladen. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Nettes Gimmick: Selbst Turtle-Grafik-Experimente sind möglich. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Mithilfe der Freedom-IDE können wir Programme auch ohne Web-IDE schreiben. Aber leider nur in der Theorie. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
Mithilfe der Freedom-IDE können wir Programme auch ohne Web-IDE schreiben. Aber leider nur in der Theorie. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)

Programmieren wie die Profis

Wir haben aber eine Idee: Wenn das Hifive Inventor Board doch eigentlich nur eine Variation des Hifive 1 ist, warum nicht in dessen Anleitung schauen? Dort wird zuerst beschrieben, wie das Board neben der USB-Speicherfunktion auch zwei Schnittstellen per USB über die J-Link-Lösung von Seggers bereitstellt. Und tatsächlich ist das auch bei uns der Fall. Per Terminal-Programm verbinden wir uns mit der Platine, nach einem Reset wird uns das Sifive-Logo angezeigt und wir erhalten Zugriff auf die Micropython-Konsole.

In der Anleitung wird dann auf Freedom Studio verwiesen, einer Eclipse-basierten IDE für Hifive-Boards inklusive dem notwendigen SDK. Wir installieren sie. Schließlich wird es spannend, wir öffnen das Sifive-Welcome-Projekt aus dem SDK und konfigurieren es für das Hifive-1-Rev-B-Board. Und: Wir haben Erfolg! Das Projekt wird kompiliert, übertragen und in unserem Terminal sehen wir die Ausgabe des Programms.

Allerdings bleiben uns weitere Experimente verwehrt. Wir müssten schließlich wissen, wie auf dem Inventor Board die GPIO-Pins des Mikrocontrollers verbunden sind. Doch dafür stellt der Hersteller ebenfalls keine Informationen zur Verfügung, auch ein Nutzerforum für Nachfragen fehlt. Wir versuchen unser Glück per Suchmaschine, im Forum für die Hifive-Boards von Sifive werden wir fündig - beziehungsweise halb fündig: Andere Nutzer hatten die gleiche Idee wie wir, scheiterten aber ebenfalls an mangelnden Informationen. Solange der Hersteller sie nicht liefert oder Nutzer zeitaufwendig experimentieren, haben wir keine weiteren Möglichkeiten, die Platine zu nutzen.

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 Inventor Coding Kit angeschaut: Doctor Who lehrt Programmieren und knebelt KundenHifive Inventor Coding Kit: Verfügbarkeit und Fazit 
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FlashBFE 09. Apr 2021 / Themenstart

Guter tiefgehender Test für eine eigene Meinungsbildung mit allen Vor- und Nachteilen...

KlugKacka 03. Apr 2021 / Themenstart

Wie in der guten alten Zeit (TM) mit Atari, Commodore, Z1013 etc.. Es gab auch mal eine...

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