Abo
  • Services:

Into the Breach im Test: Strategiespaß im Quadrat

Into the Breach sieht aus wie ein hochskaliertes Mobile Game, ist aber ein PC-Strategiespiel der Extraklasse: Der Quasi-Nachfolger von Faster Than Light (FTL) bietet Einsteigern wie Experten ebenso zugängliche wie komplexe Herausforderungen.

Artikel von veröffentlicht am
Into the Breach spielt auf einem acht mal acht Felder großen Spielfeld.
Into the Breach spielt auf einem acht mal acht Felder großen Spielfeld. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)

Riesige Armeen, stundenlange Gefechte auf riesigen Schlachtfeldern - das alles gibt es im Strategiespiel Into the Breach von Subset Games nicht. Stattdessen steuern wir im Normalfall nur drei Einheiten auf einer acht mal acht Felder kleinen Karte, mehr als eine Handvoll an Zügen bekommen wir nicht bis zum Sieg oder zur Niederlage. Ein Erfolgserlebnis haben wir, wenn wir mit unserer Kanone einen Gegner direkt treffen und einen weiteren mit den Druckwellen ins Meer schubsen.

Stellenmarkt
  1. Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg
  2. Hays AG, Frankfurt

Einen Misserfolg müssen wir unter anderem dann hinnehmen, wenn die feindlichen Aliens vom Insektenvolk der Vek eines unserer Kraftwerke beschädigen und unser Stromnetz endgültig zusammenbricht. Dann ist nämlich auch der Widerstand der Menschen zusammengebrochen und wir müssen eine neue Kampagne beginnen - was kein Drama darstellt, sondern auch im einfachsten der drei Schwierigkeitsgrade schnell mal passieren kann.

Wer alle Einsätze bis auf dem Weg in die finale Schlacht am Stück schafft, ist je nach Spielweise höchstens zwei bis drei Stunden beschäftigt. Klingt nach wenig, aber Into the Breach bietet unter anderem dank der zufallsgenerierten Missionen einen enormen Wiederspielwert - wir können uns nicht ernsthaft vorstellen, dass jemand nach einem Durchgang aufhört.

Die vielleicht größte Herausforderung liegt darin, die Angriffe der drei Einheiten möglichst frühzeitig aufeinander abzustimmen. Wenn wir etwa sehen, dass eine Reihe des acht mal acht Felder großen Spielbretts wegen eines Erdbebens vor dem nächsten Zug im Meer versinkt, können wir versuchen, die Vek dort in die Ecke zu treiben, was wir beispielsweise mit den genannten Druckwellen machen. Ähnlich wie im Schach ist es aber nicht einfach, so weit im Voraus zu planen - zumal die KI der Gegner durchaus clever vorgeht und meist sinnvolle Antworten auf unsere Manöver findet.

  • Die Kämpfe gegen die Vek finden auf einem sehr überschaubauren Spielfeld statt. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Nach und nach schalten wir andere Umgebungen frei. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Auch die Art des Terrains kann eine Rolle spielen. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Sehr viel mehr an Story und Zwischensequenz als diese Bildschirm gibt es nicht. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Zu Beginn jeder Partie platzieren wir unsere drei Rift Walker. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Geschafft: Nach jedem Match gibt es eine Abrechnung. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Die Kampfkraft der Einheiten lässt sich verbessern. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Auch im ewigen Eis wird gekämpft. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü von Into the Breach. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)
Die Kämpfe gegen die Vek finden auf einem sehr überschaubauren Spielfeld statt. (Bild: Subset Games / Screenshot: Golem.de)

Immer wieder sorgen besondere Ereignisse und andere Extras für Abwechslung. Neben den Erdbeben können wir etwa in Nebelfelder geraten, in denen unsere Einheiten nicht zielen können. Oder wir müssen als Bonusziel einen Zug mit Zivilisten beschützen, einen Vek-Anführer ausschalten oder ein besonderes Gebäude vor Angriffen bewahren. Außerdem können wir im Spielverlauf mit Erfahrungspunkten neue Einheiten freischalten und ihre Fähigkeiten verbessern.

Into the Breach ist für Windows-PC erhältlich, Umsetzungen für Linux und MacOS sind geplant. Über Portierungen auf Konsolen oder mobile Endgeräte liegen derzeit keine Informationen vor. Auf Steam kostet das Programm rund 15 Euro, auf Gog.com und Humble ist es für etwas weniger Geld und ohne Digital Rights Management erhältlich. Die Bildschirmtexte sind nur in Englisch verfügbar, Sprachausgabe gibt es nicht - ebenso wenig wie einen Multiplayermodus oder Mikrotransaktionen. Bislang liegt keine Alterseinstufung der USK vor.

Fazit

Einfach kann so wunderbar komplex sein! Mit Into the Breach kommen selbst Einsteiger schnell zurecht. Aber auch erfahrene Strategieexperten müssen sich immer wieder neue Finessen einfallen lassen, um in den Gefechten die Oberhand zu behalten. Die vermeintlich kurzen Partien sind dabei das genaue Gegenteil von Pausenfüllern: Wer einmal anfängt, hört so schnell nicht wieder auf - Into the Breach hat enormes Suchtpotenzial. Die Bedienung ist eine wahre Freude, alles ist super übersichtlich, die KI der Gegner bietet genau die richtige Mischung aus Überraschungsmomenten und glaubwürdigem taktischem Vorgehen.

Selbst die Grafik - die auf den ersten Blick vermeintlich größte Schwäche von Into the Breach - finden wir gelungen. Ernsthaft: Nach einer kurzen Phase der Skepsis würden wir uns inzwischen mit allen strategischen Möglichkeiten gegen aufwendigere Effekte, mehr Animationen oder andere Verschlimmbesserungen wehren.

Ein bisschen haben uns nur zwei Sachen gestört: Zum einen hassen wir den Moment, wenn wir nach dem Start der Partien unsere Einheiten platziert haben und dann den ersten echten Zug der Aliens abwarten müssen. Allerdings ist uns klar, dass das aus spielmechanischer Sicht durchaus Sinn ergibt. Zum anderen kann es immer wieder passieren, dass wir unfair generierte Partien vorgesetzt bekommen. Doof, aber selbst damit können wir langfristig leben.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,49€
  2. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  3. 1,29€
  4. (-68%) 12,99€

/mecki78 07. Mär 2018

Und es hat nur 24 Jahre gedauert. https://s10.postimg.org/f4sb2ouix/hqdefault.jpg

Gaius Baltar 05. Mär 2018

Ich würde Geld dafür ausgeben, wenn ich es woanders als im Playstore bekäme. Leider...

derKlaus 04. Mär 2018

Subjektiv: ja, weil wie schon bei FTL die Ymusik von Ben Prunty stammt. Oder Du machst...

Nocta 02. Mär 2018

Es gibt schon mehrere Parallelen. Der Spielablauf ist relativ ähnlich, aber zugleich viel...


Folgen Sie uns
       


Quo vadis, deutsche Spielebranche - Livestream

Wir diskutieren über Richtlinien für gewalthaltige Spiele, Battle-Royale-Trends, Politik in Games und Zuschauerfragen finden ebenfalls ihren Platz.

Quo vadis, deutsche Spielebranche - Livestream Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Recycling: Die Plastikwaschmaschine
Recycling
Die Plastikwaschmaschine

Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
Ein Bericht von Daniel Hautmann


    Indiegames-Rundschau: Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
    Indiegames-Rundschau
    Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

    Battletech schickt Spieler in toll inszenierte Strategieschlachten, eine königliche Fantasywelt und Abenteuer im Orient: Unsere Rundschau stellt diesmal besonders spannende Indiegames vor.
    Von Rainer Sigl

    1. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
    2. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
    3. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte

      •  /