Interworld Slingshot: Nasa fördert Studie zur Mineraliensuche
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa fördert ein Projekt, das Mineralien auf fremden Himmelskörpern, einschließlich des Mondes, aufspüren soll(öffnet im neuen Fenster). Dabei wird auf Technik aufgebaut, die bereits in der US-Klimasatellitenserie Landsat verbaut ist, mit der seit mehr als 50 Jahren der Klimawandel und Mineralien auf der Erde untersucht werden.
Wenn das System funktioniert, könnten die USA gezielt nach geeigneten Landeplätzen auf dem Mond suchen, um dort Ressourcen wie Helium-3 abzubauen. Das würde ihnen auch Vorteile beim Aufbau ihrer geplanten Mondbasis bringen und ihnen möglicherweise auch zu einer besseren Ausgangsposition beim Mondwettrennen gegen China verhelfen.
Was ist Interworld Slingshot?
Bei dem Interworld Slingshot Resource Survey(öffnet im neuen Fenster) (Ressourcenkartierung mit dem Interworld Slingshot) handelt es sich jedoch um eine Phase-1-Studie, die erst in vielen Jahren zu einer großen Mission führen könnte.
Die tatsächliche Raumsonde könnte zum Beispiel Ziele wie den Mond, einen Asteroiden in der Nähe der Erde oder ein Ziel wie den Marsmond Phobos scannen, teilte der Hauptforscher Pablo Sobron vom Seti-Institut (Search for Extraterrestrial Intelligence) in einer Presseerklärung mit.
"Das, was am ehesten den Weltraumbergbau stoppen wird, ist, dass wir es uns nicht leisten können, zu beweisen, dass es sich lohnt, dort zu bergen", erklärt Sobron. "Landen Sie am falschen Ort, und Sie können ein ganzes Explorationsprogramm oder ein Unternehmen verlieren, und niemand hat genug Geld, um weiterhin Raumfahrzeuge zu senden und auf das Beste zu hoffen."
Die Raman-Spektroskopie und ihre bisherige Einschränkung
Das übergeordnete Ziel sei es, nicht nur zu beweisen, dass ein Raumfahrzeug es so weit schaffen könnte, vielmehr wolle man beweisen, dass die Raman-Spektroskopie auch bei einem Vorbeiflug oder aus der Umlaufbahn heraus funktioniert. Mit ihr wird nach Mineralien oder Wasser gesucht und sie kommt beispielsweise beim Marsrover Perseverance zum Einsatz. Diese Technik verwendet reflektiertes Licht von einem Laser, um die molekulare Struktur eines Minerals zu sehen. Dadurch kann die Zusammensetzung des Minerals offengelegt werden.
Jedoch ist die Raman-Streuung sehr schwach und schwer zu erkennen. Nach Angaben des Projektteams wird nur etwa eines von 10 Billionen Photonen durch Raman-Streuung gestreut. Bisher konnte das Team Raman-Tests in einer Entfernung von etwa 120 Metern durchführen. In der aktuellen Studie wird nun untersucht, wie man aussagekräftige Messungen in 30 bis 50 Kilometer Entfernung durchführen kann.
Das Phase-1-Projekt wird durch das NIAC, das Programm für innovative fortgeschrittene Konzepte der Nasa, mit bis zu 175.000 US-Dollar bezuschusst(öffnet im neuen Fenster). Bei vielversprechenden Ergebnissen könnte das Projekt die NIAC-Förderung der Phase 2(öffnet im neuen Fenster) über einen Zeitraum von zwei Jahren erhalten.
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