Abo
  • Services:

Interview Alienware: "Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.

Artikel von veröffentlicht am
Frank Azor, General Manager von Alienware, beim Gespräch mit Golem.de.
Frank Azor, General Manager von Alienware, beim Gespräch mit Golem.de. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Das US-Unternehmen Alienware stellt PC-Systeme für Spieler her. Es wurde 1996 in Florida gegründet und 2006 vollständig von Dell übernommen, kann aber noch weitgehend selbstständig agieren. Frank Azor ist General Manager und fast seit der Gründungsphase dabei. Die beiden eigentlichen Gründer, Nelson Gonzalez und Alex Aguila, haben sich inzwischen aus dem Unternehmen zurückgezogen.

Inhalt:
  1. Interview Alienware: "Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"
  2. Alienware und der Einfluss auf die Branche
  3. Raytracing und Team Liquid

Golem.de: Wie fing das an mit Alienware - und woher stammt der merkwürdige Name?

Frank Azor: Wir haben wie andere Startups in einer Garage begonnen. Nicht als Alienware, sondern als klassischer PC-Hersteller unter anderem Namen - da war ich aber noch nicht dabei. Der erste Gründer war Nelson Gonzalez, der noch mit Bürorechnern angefangen hat. Etwa damals ging das mit Multiplayerspielen los, also mit Sachen wie Doom 2 und Quake - noch über Modem, nicht über das Internet. Nelson ist dann immer öfter gefragt worden, ob er den Leuten in der Nachbarschaft mit ihrem Gaming-PC helfen kann, und das hat sich dann verselbstständigt. Kurz darauf kam die Umbenennung in Alienware, weil Nelson Gonzalez und der zweite Gründer Alex Aguila so große Fans der Fernsehserie X-Files waren. Ungefähr dann bin ich auch eingestiegen.

Golem.de: Wenn Sie 20 Jahre alt wären - würden Sie Ihren Spiele-PC selbst zusammenbauen oder bei Alienware kaufen?

Stellenmarkt
  1. Simpleworks Int. Limited, Duisburg
  2. TUI Group Services GmbH, Hannover

Azor: Meine Empfehlung ist seit jeher: Wenn man das Wissen, die Zeit und die Geduld hat, sollte man sich seinen Rechner selbst zusammenstellen. Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst! Und so schwierig ist es ja auch nicht. Wir bei Alienware kriegen natürlich mit, dass viele von den Bastlern irgendwann keine Zeit mehr haben. Außerdem wollen sie Service und eine Garantie, und sie möchten in ihrer Freizeit lieber die Games genießen. Wenn es so weit ist, dann sind wir da und bieten eine Lösung an. Aber wenn du die Zeit, die Geduld und so weiter hast: Baue dein eigenes Ding!

Golem.de: Wie halten Sie es denn jetzt? Kümmern Sie sich etwa zuhause selbst um die Vernetzung?

Azor: Aber klar - was das angeht, bin ich ein Nerd! Ich habe ein vollintegriertes Home Automation System, das ich selbst von Grund auf gebaut und programmiert habe. Ich konfiguriere meine eigenen Alienware-Rechner, ich habe einen 3D-Drucker und verwende ihn auch.

Golem.de: Gibt es bei all diesen Sachen etwas, worüber Sie sich ständig ärgern, was verbessert gehört?

Azor: Na ja, es ist so: Durch meinen Job kenne ich viele der Roadmaps und weiß, was wir in einem, in zwei oder in fünf Jahren haben werden. Und ich bin ungeduldig und halte es kaum aus, auf all die Sachen zu warten. Ich lege viel Wert darauf, das Neuste in Sachen Technik, Smart und Digital Home oder unsere aktuellsten Computer zu haben. Ich bekomme manchmal E-Mails, in denen ich ermahnt werde, öffentlich nicht über künftige Produkte zu sprechen, die noch unangekündigt sind. Für mich ist die Gegenwart schon langweilig, ich möchte die kommenden Sachen haben. Manchmal ist es fast frustrierend, schon von Lösungen für aktuelle Probleme zu wissen, sie aber noch nicht verwenden zu können.

Alienware und der Einfluss auf die Branche 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 259,00€
  2. (u. a. One 219,99€)
  3. 699€ (PCGH-Preisvergleich ab 755€)

Firesign 16. Nov 2018 / Themenstart

Ganz schön eingebildet und verurteilend. Lass die Leute mit Ihrem PC doch machen was sie...

Achranon 13. Nov 2018 / Themenstart

Ist logisch das solche "Pro Gamer" tendeniell eher Typen sind die, vorsichtig...

milkirs 12. Nov 2018 / Themenstart

Alienware Notebooks sind völlig eigenständige Geräte die nicht wie Schenker, Medion, One...

Sharkuu 07. Nov 2018 / Themenstart

ich wollte eigentlich sagen das der preis durch den support ausgeglichen wird, einfach 5...

Konfuzius Peng 06. Nov 2018 / Themenstart

10Base2 Netzwerk; 10 MBit Netzwerkkarten mit BNC Anschluss. Hinter dem letzten Teilnehmer...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Amazons Fire TV Stick 4K - Test

Im Test konnte uns Amazons Fire TV Stick 4K überzeugen. Vor allem die neu gestaltete Fernbedienung macht die gesamte Nutzung wesentlich komfortabler. Damit ist der Fire TV Stick 4K auch für Nutzer interessant, die noch keinen 4K-Fernseher besitzen. Amazon verkauft den Fire TV Stick 4K für 60 Euro.

Amazons Fire TV Stick 4K - Test Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /