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Interoperabilität bei Messengern:
Habt euch doch bitte alle lieb!

Das Europaparlament will die Interoperabilität von Instant Messaging einfordern. Klingt erstmal gut - zumindest, bis technische Hintergründe ins Spiel kommen.
/ Boris Mayer
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Aus Nutzersicht ist es unschön, dass für jeden Dienst eine eigene App benötigt wird. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de)
Aus Nutzersicht ist es unschön, dass für jeden Dienst eine eigene App benötigt wird. Bild: Pixabay/Montage: Golem.de

Neu ist die Idee zwar nicht, aber nun will das EU-Parlament sie einfordern : die Interoperabilität von Internet-Diensten wie dem Instant Messaging. Aus reiner Nutzersicht ist dieser Wunsch nachvollziehbar. Argumentiert wird meist mit einem Vergleich zur SMS und der Frage, was Nutzer wohl sagen würden, wenn sie SMS nur an Nutzer des gleichen Handy-Netzes verschicken könnten, nicht jedoch an Freunde und Bekannte, die einen anderen Anbieter haben.

Wer sich jedoch mit der Historie von SMS und deren technischen Hintergründen auskennt weiß, dass der Vergleich hinkt - und das auch noch mit beiden Beinen. Dass SMS über Netzgrenzen hinweg funktionieren, ist - zumindest historisch gesehen - genauso wenig selbstverständlich wie es offensichtlich ist, dass Instant Messaging sehr viel mehr beinhaltet als die unverschlüsselte Übertragung von zeichenbegrenzten kurzen Texten.

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