Piraten interpretieren Vorschlag anders

So interpretiert Patrick Breyer, Europaabgeordneter der Piratenpartei Deutschland, den oben zitierten Passus zur Interoperabilität ganz anders als der CDU-Abgeordnete und Verhandlungsführer Andreas Schwab.

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Nach Ansicht Breyers müsste Facebook eine Interoperabilität zu Drittanbietern wie Signal nur unter solchen Bedingungen herstellen, unter denen sie bereits verfügbar ist oder eingesetzt wird. Das könnte beispielsweise zwischen Whatsapp und dem Facebook Messenger sein. "Es gibt keine Verpflichtung, sie durch Technikgestaltung erst möglich zu machen", erläuterte Breyer auf Anfrage von Golem.de.

Verhandlungsführer Schwab widerspricht Breyer

Schwab versicherte auf Nachfrage hingegen: "Es geht darum, dass Whatsapp anderen Messengern dieselben Bedingungen anbieten muss, die es selbst nutzt. Ein Drittanbieter darf also nicht langsamer oder schlechter bedient werden als Whatsapp-interne Verbindungen."

Breyer findet, dass der DMA sicherstellen sollte, dass "wechselwillige Nutzer plattformübergreifend mit ihren Kontakten in Verbindung bleiben können". Das aber werde mit diesem Entwurf verhindert. Sein Fazit: "Das neue Gesetz geht an der Wurzel des Übels - der Monopolisierung des Internets - leider weitgehend vorbei und versucht, Symptome zu kurieren. Konservative und Liberale verteidigen das schädliche Geschäftsmodell der multinationalen Internetkonzerne - welch ein Lobbyerfolg für die Industrie."

Ampelkoalition unterstützt Interoperabilität

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Nicht wenige Nutzer dürften im Falle einer künftigen Interoperabilität hoffen, dass sich ihr favorisierter Instant-Messenger nicht zu sehr bei Meta integriert. Für die Kontakte, die sich nicht von Meta-Chats trennen können, bleibt ja immer noch die gute alte SMS - sogar netzübergreifend.

Ob es überhaupt zu einer solchen Interoperabilität kommt, ist alles andere als sicher. Denn das Europaparlament müsste seinen Vorschlag in den anstehenden Trilogverhandlungen gegen die EU-Mitgliedstaaten und die EU-Kommission durchsetzen. Denn weder der ursprüngliche Vorschlag der Kommission noch die Position des Ministerrats sehen dies vor.

Allerdings hat das Parlament in der Ampelkoalition einen neuen Unterstützer gefunden. So heißt es im Koalitionsvertrag: "Wir wollen eine Verpflichtung zur Interoperabilität auf europäischer Ebene (...)". Zudem wollen SPD, Grüne und FDP die digitale Souveränität, "u. a. durch das Recht auf Interoperabilität und Portabilität" sichern.

Nicht ausgeschlossen also, dass man in ein paar Jahren tatsächlich zwischen Messengern wie mit SMS kommunizieren kann.

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 Miranda IM und Trillian
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Vogel22 21. Dez 2021 / Themenstart

So etwas nennt man auch Standard. Sollen sich die Marktgrößen an einen Tisch setzen, ein...

janoP 16. Dez 2021 / Themenstart

Anspruch auf die Implementierung von Features Es sei ein Problem, dass die Konkurrenz...

traxanos 14. Dez 2021 / Themenstart

korrekt smpp kommt aus dem sms umfeld wenn man mit smsc spricht.

Chipman 14. Dez 2021 / Themenstart

Da sind doch die ganzen Bösen Mächte die wirklich schlimme dinge tun!!11!! ach ne sind...

Kai2 13. Dez 2021 / Themenstart

Das riecht doch nach einem Aufwärmen von RCS/Joyn, welche bei den Netzbetreibern gefloppt...

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