Miranda IM und Trillian

Schon im Jahr 2000 wurden zwei Messenger-Applikationen veröffentlicht, die sich in mehrere Instant-Messenger-Netzwerke verbinden konnten: Miranda IM und Trillian.

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Beide hatten zum Ziel, Instant Messaging mit möglichst vielen Netzen zu ermöglichen, indem sie die eigentlich proprietären Clients ersetzten. Einen Account benötigte man damals für jeden einzelnen Messaging-Dienst. Aber einmal eingetragen, standen alle beliebten Netze offen - bis einer der Anbieter das Protokoll seines Messengers leicht änderte und man bis zum nächsten Update von Trillian beziehungsweise Miranda warten musste, bis es wieder funktionierte.

Die Sache mit dem Aussperren fremder Clients hatte übrigens einen interessanten Start: Microsoft mit seinem MSN wollte, dass sich die Clients aus Redmond in eines der damals am weitesten verbreiteten Instant-Messenger-Netzwerke, den AOL Instant Messenger, einklinken konnten. AOL betrieb großen Aufwand, MSN-Anmeldungen beim eigenen Dienst zu erkennen, bis hin zur Überprüfung, ob im Client des Nutzers auch ein ganz bestimmter Buffer-Overflow-Bug vorhanden war, der sich natürlich nur in der AOL-eigenen Software fand.

Multiclients erfordern eigene Accounts

Das Problem, sich mit dem Client des eigenen Instant-Messenger-Dienstes komplett in das Netz eines Gatekeepers zu integrieren, ist aber, dass bei diesem Konzept ein Account im Gatekeeper-Netz zwingend erforderlich ist. Das kann zwar ein Shadow-Account sein, von dem der Nutzer nichts mitbekommt. Aber irgendwie muss sich ein solcher Client im Gatekeeper-Netz authentifizieren und offline gesendete Nachrichten abfragen können.

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Ob man das wirklich möchte, ist eine ganz andere Sache, schließlich nutzen viele Menschen alternative Clients eben deshalb, weil sie gerade kein Facebook-Konto wollen. Selbst wenn in dem System nur ein Shadow-Account existiert und daran keine Profilseite von einem Social-Media-Datensammler verbunden ist: Ein verknüpfender Ankerpunkt für Datensammelei ist es trotzdem.

Den Piraten geht es nicht weit genug

All das macht deutlich: Der Entwurf wirft einige Fragen auf, die noch nicht beantwortet sind. Gleichzeitig hat er für einige Probleme, die es damit geben wird, keine Lösung parat. Trotz der großen Mehrheit im federführenden Binnenmarktausschuss gibt es folglich auch aus dem Europaparlament Kritik an den Plänen.

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 Zentraler Serverdienst und Peer-to-PeerPiraten interpretieren Vorschlag anders 
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Vogel22 21. Dez 2021 / Themenstart

So etwas nennt man auch Standard. Sollen sich die Marktgrößen an einen Tisch setzen, ein...

janoP 16. Dez 2021 / Themenstart

Anspruch auf die Implementierung von Features Es sei ein Problem, dass die Konkurrenz...

traxanos 14. Dez 2021 / Themenstart

korrekt smpp kommt aus dem sms umfeld wenn man mit smsc spricht.

Chipman 14. Dez 2021 / Themenstart

Da sind doch die ganzen Bösen Mächte die wirklich schlimme dinge tun!!11!! ach ne sind...

Kai2 13. Dez 2021 / Themenstart

Das riecht doch nach einem Aufwärmen von RCS/Joyn, welche bei den Netzbetreibern gefloppt...

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