Zentraler Serverdienst und Peer-to-Peer

Die einen benutzen einen zentralen Serverdienst - mit "zentral" ist hier die Stellung im Instant-Messenger-Netz gemeint, der Dienst im Internet kann durchaus auf verschiedene Rechenzentren oder im Falle von Architekturen wie 5G bis an die peripheren Access Points verteilt sein - und bilden damit ein sternförmiges Netz. Andere lassen die Clients in einer Peer-to-Peer-Architektur direkt miteinander Nachrichten austauschen und nutzen einen Serverdienst lediglich dazu, den Zielpunkt im Internet zu finden, zu dem eine Verbindung aufgebaut werden soll.

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Es gibt auch eine Mischung aus beiden: etwa wenn ein zentraler Dienst ein paar zusätzliche Features aus der sternförmigen Topologie hat, wie das Vorhalten von Nachrichten an Adressaten, die gerade offline sind. Ohne so einen Zusatzdienst würde eine Nachricht erst dann vom Sender zum Empfänger gelangen, wenn beide Clients zeitgleich online sind.

Tauschen die Clients direkt Nachrichten miteinander aus, ist die Sache mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung recht einfach: Es genügt Transport Layer Security (TLS), oft auch mit der eigentlich veralteten Bezeichnung SSL benannt. Daten werden über eine einzige Verbindung zwischen den beiden Endteilnehmern übertragen, deshalb genügt es, den Transportweg zu sichern.

Laufen Nachrichten aber über einen zentralen Server, muss der Datenteil selbst verschlüsselt sein, wenn der Server in der Mitte nicht mitlesen können soll. Da von beiden Clients jeweils nur eine Verbindung zum Server besteht, genügt TLS nicht mehr - es handelt sich um zwei unterschiedliche Transport Connections mit jeweils einem Client und dem Server.

Gateway zum Zusammenschalten

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Will man zwei Netze zusammenschalten, die jeweils für sich zwar den gleichen Zweck bieten, in Architektur, Protokollen und Software aber unterschiedlich sind, ist ein Gateway der einfachste Weg, diese beiden Netze miteinander kommunizieren zu lassen. Es kümmert sich um die Übersetzung des Datenverkehrs. Wird so ein Gateway von mehreren Netzen untereinander genutzt, ist der resultierende Aufbau mit dem des sternförmigen Netzwerks zu vergleichen. Nur dass an ein solches Gateway nicht nur einzelne Clients, sondern ganze Netze angeschlossen sind.

Daraus allein ergibt sich schon die Schlussfolgerung, dass TLS nicht mehr genügt. Aber es kommt noch schlimmer: Setzen die beiden Netzwerke eine unterschiedliche Verschlüsselung der übertragenen Daten ein, muss ein solches Gateway die Möglichkeit haben, die Daten zu entschlüsseln und dann für das Zielnetz passend erneut zu verschlüsseln. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist nicht möglich.

Die Clients kommunizieren direkt in das Gatekeeper-Netz

Bliebe noch die Möglichkeit, dass das Nachrichtenprotokoll inklusive des Protokolls für die Verschlüsselung vom Gatekeeper-Netzwerk interessierten Fremdnetzwerken zur Verfügung gestellt wird, so dass diese die Funktionalitäten des Gatekeeper-Netzwerks direkt in ihre Clients einprogrammieren können. Technisch gesehen ist das dann aber nicht unbedingt das Zusammenschalten zweier unabhängiger Netzwerke. Stattdessen ist das Ergebnis ein Multi-Messenger, der sich mit mehreren Netzen verbinden kann.

Die Idee von solchen Multi-Messengern ist nicht neu.

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 Technisch ist Interoperabilität kein ProblemMiranda IM und Trillian 
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Vogel22 21. Dez 2021 / Themenstart

So etwas nennt man auch Standard. Sollen sich die Marktgrößen an einen Tisch setzen, ein...

janoP 16. Dez 2021 / Themenstart

Anspruch auf die Implementierung von Features Es sei ein Problem, dass die Konkurrenz...

traxanos 14. Dez 2021 / Themenstart

korrekt smpp kommt aus dem sms umfeld wenn man mit smsc spricht.

Chipman 14. Dez 2021 / Themenstart

Da sind doch die ganzen Bösen Mächte die wirklich schlimme dinge tun!!11!! ach ne sind...

Kai2 13. Dez 2021 / Themenstart

Das riecht doch nach einem Aufwärmen von RCS/Joyn, welche bei den Netzbetreibern gefloppt...

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