Technisch ist Interoperabilität kein Problem

Es ist nun einmal kein Hexenwerk, ein bisschen Text, eine Datei oder einen Stream über das Internet zwischen einem Sender und einem Empfänger auszutauschen - egal, ob eine Gateway-Schnittstelle dazwischen liegt oder nicht. Die Implementierung eines solchen Gateways ist trivial. Zwar nutzen viele Anbieter ein proprietäres Protokoll, es gibt aber auch genügend Instant Messenger, die das standardisierte und auf XML basierende SMPP nutzen. Ein diesen offenen Standard nutzender Instant Messenger ist beispielsweise Whatsapp.

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SMPP steht für Short Message Peer to Peer und ist aus Jabber hervorgegangen. Es kann netzwerkübergreifende Nutzer-Adressierung: SMPP-Adressen bestehen bereits aus einem Identifier und dem Domain-Namen, auf dem die Adresse registriert ist, getrennt durch ein @.

SMPP-Adressen ähneln damit vom Aufbau her dem von E-Mails - abgesehen von den außerdem möglichen Ressourcen, die nach der Domain und einem folgenden Slash folgen können. Die Ressourcen sind dazu da, genauer angeben zu können, auf welche SMPP-Client-Instanz eines eingeloggten Nutzers die Nachricht zugestellt werden soll.

Nutzer können so Subadressen für Arbeit, Freizeit oder "mobil" anlegen, mit allen Clients gleichzeitig eingeloggt sein und die Nachrichten werden lediglich an das genannte Ziel zugestellt. Ohne den Modulzusatz geht eine Nachricht aber auch nicht an alle Clients, sondern lediglich an den vom Nutzer am höchsten priorisierten.

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Praktisch ist das vor allem, wenn man bei sehr vielen Kontakten auswählen möchte, wer auf welchem Gerät mit einer Nachricht piepsen soll - und in vielen Fällen noch wichtiger, auf welchem Gerät jemand nicht piepsen kann.

Auch Gruppenchats möglich

Auch die Einrichtung von Gruppenchats wäre plattformübergreifend möglich. So könnte der Chat eine Adressatenliste darstellen: Wer etwas verschickt, verschickt die Nachricht an alle entweder einzeln oder als Broadcast mit einer Kennung für den Chat. Die Chatgruppe könnte aber auch ein virtueller Nutzer auf einem Server sein, der alle Nachrichten entgegennimmt, abgefragt werden kann oder die Nachricht an alle Teilnehmer weiterleitet.

Kompliziert wird es mit der technischen Umsetzung erst, wenn es um gehobene Ansprüche geht. Verschlüsselung, am besten Ende-zu-Ende, ist eine der Schwierigkeiten. Nicht nur, dass viele der Instant-Messenger-Dienste und insbesondere die von Meta gar kein Interesse an Verschlüsselung haben. Es müsste auch ein System geschaffen werden, das den sicheren Austausch von Schlüsseln über Netzwerkgrenzen hinweg erlaubt - und das ist nicht trivial.

Dass ein sicherer Austausch von Schlüsseln nicht trivial ist, ist übrigens einer der Gründe, warum bei E-Mails seit Jahrzehnten die Versuche ins Leere laufen, sie grundsätzlich zu verschlüsseln oder wenigstens digital zu signieren.

Was bei den Instant Messengern wie an Verschlüsselung möglich ist, wird sehr stark durch deren Aufbau beeinflusst. Wie bei anderen Netzen auch: Instant-Messenger-Netzwerke gibt es grundsätzlich in zwei unterschiedlichen Topologien.

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 Gatekeeper und das Digitale-Märkte-GesetzZentraler Serverdienst und Peer-to-Peer 
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Vogel22 21. Dez 2021 / Themenstart

So etwas nennt man auch Standard. Sollen sich die Marktgrößen an einen Tisch setzen, ein...

janoP 16. Dez 2021 / Themenstart

Anspruch auf die Implementierung von Features Es sei ein Problem, dass die Konkurrenz...

traxanos 14. Dez 2021 / Themenstart

korrekt smpp kommt aus dem sms umfeld wenn man mit smsc spricht.

Chipman 14. Dez 2021 / Themenstart

Da sind doch die ganzen Bösen Mächte die wirklich schlimme dinge tun!!11!! ach ne sind...

Kai2 13. Dez 2021 / Themenstart

Das riecht doch nach einem Aufwärmen von RCS/Joyn, welche bei den Netzbetreibern gefloppt...

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