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Internetzugang: Bundesnetzagentur will Regeln beim Bitstrom-Zugang lockern

Die Bundesnetzagentur will beim Bitstrom-Zugang zum Netz der Telekom Ausnahmen in Großstädten erlauben. Wettbewerber kritisieren dies.

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Techniker an einem Kabelverzweiger der Deutschen Telekom
Techniker an einem Kabelverzweiger der Deutschen Telekom (Bild: Mattes)

Die Bundesnetzagentur hat einen Vorschlag für die Regulierung des Bitstrom-Zugangs veröffentlicht. Das gab die Regulierungsbehörde am 30. April 2015 bekannt. Danach ist vorgesehen, dass die Deutsche Telekom den Zugang auch künftig für Layer-2-Bitstrom sowie Layer-3-Bitstrom gewähren muss.

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Der Entscheidungsentwurf entlässt die Telekom in mehreren Städte aus der Regulierung für den Layer-3-Bitstromzugang, indem die Zugangsverpflichtung für dieses Vorleistungsprodukt dann entfallen soll, wenn ein Layer-2-Bitstromprodukt verfügbar ist.

Der Breko befürchtet, dass die jetzt vorgenommene Beschränkung auf 15 Städte nicht von Dauer sein dürfte. Der Verband hatte bereits Ende vergangenen Jahres vor dem Einstieg in eine "regionalisierte Regulierung" gewarnt.

Bitstrom-Zugang ist ein kombiniertes Vorleistungsprodukt der Telekom, das anderen Unternehmen angeboten wird, deren Netz nicht bis zum Endkunden reicht. Dabei werden Breitbandanschluss und Transportleistung im Netz der Telekom bereitgestellt, um Endkunden ADSL, VDSL oder künftig FTTH bieten zu können.

Vorab genehmigt werden müssen laut Bundesnetzagentur die Entgelte für den Layer-2-Bitstrom-Zugang. Dieser Zugang wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres als Vorleistungsprodukt neu eingeführt und soll im Vergleich zum bereits verfügbaren Layer-3-Bitstrom ein hochwertigeres Vorleistungsprodukt bieten, das individueller konfiguriert werden kann und qualitativ bessere Endkundenprodukte ermöglicht. Der Datenverkehr kann von den Telekom-Wettbewerbern nur an bundesweit rund 900 Übergabepunkten übernommen werden, was entsprechende Infrastrukturmaßnahmen des Anbieters erfordert. Layer-2-Bitstrom wird künftig mittels Ethernet im Netz der Telekom transportiert.

Vectoring bringt Wandel

Durch den zunehmenden Einsatz der Vectoring-Technik werde der Layer-2-Bitstrom während der nächsten Jahre in erheblichem Maße die entbündelte Teilnehmeranschlussleitung als Vorleistungsprodukt für die Bereitstellung von Breitbandanschlüssen ablösen, erklärte die Behörde. Dies sieht der Breko jedoch sehr kritisch: Für die Betreiber gebe es auch weiterhin keine gleichwertige Alternative zum physikalischen Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), der letzten Meile. "Der Layer-2-Zugang stellt sicher ein sinnvolles Angebot für bestimmte Marktteilnehmer dar. Er kann und darf den direkten Zugang zur TAL aber nicht ersetzen", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers.

Der Breko will durchsetzen, dass die Bundesnetzagentur die Telekom dazu verpflichtet, Dienstequalität oder Entstörzeiten künftig monatlich zu veröffentlichen. Die Telekom müsse verpflichtet werden, alternativen Netzbetreibern dieselben Systeme und Prozesse zur Verfügung zu stellen wie sich selbst.



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Ovaron 04. Mai 2015

Das Telefonnetz der DDR war schon zu deren Lebzeiten ein Paradebeispiel dafür, was...

Ovaron 01. Mai 2015

Ausgezeichnete Idee! Bitte unbedingt sofort angehen, nachdem das Verfahren zum...

Ovaron 01. Mai 2015

Die vorhandenen Telekom.DSLAMs sind nach Aussage der Breko die absolute Ausnahme weil...


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