Internetversorgung in Zügen: Empfangsqualität des Bahn-WLAN ist geheim

Bundesregierung, Telekom und Bahn machen keine Angaben zur Empfangsqualität und Datenrate im Zug-WLAN. "Das sind interne Unterlagen, die wir nicht veröffentlichen", sagt ein Telekom-Sprecher.

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ICE 3 mit Hotspot
ICE 3 mit Hotspot (Bild: Volker Emersleben/Deutsche Bahn)

Die Deutsche Telekom untersucht und überwacht die Empfangsqualität der WLAN-Versorgung bei der Deutschen Bahn permanent. Das hat Telekom-Sprecher Dirk Wende im Gespräch mit Golem.de gesagt. Statistische Angaben dazu würden aber nicht publiziert. "Das sind interne Unterlagen, die wir nicht veröffentlichen." Die Bundesregierung erklärte auf eine Anfrage der Grünen, Empfangsqualität und verfügbare Bandbreite "fallen in das unternehmerische Interesse der Konzerne und unterliegen der vertraglichen Geheimhaltung."

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Dies sei als Antwort mehr als unbefriedigend, sagte Tabea Rößner, Sprecherin für digitale Infrastruktur der Grünen. "Wie soll die Politik gezielt ausbauen, wo es nötig ist, wenn sie nichts von den Bedarfen weiß? Vom berechtigten Interesse des Verbrauchers, der gerne wissen möchte, ob ihm sein Tagespass für 4,95 Euro überhaupt etwas bringt, mal ganz abgesehen."

Wende verwies darauf, dass es "hochkomplex" sei, die Bahn bei einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern in der Stunde mit WLAN zu versorgen. Hier spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. "Wenn es einen Defekt an einem Kabel im Zug gibt, können wir diesen nicht im laufenden Betrieb beheben. Wir können auch erst in den Zug und dort arbeiten, wenn dieser in einer Wartungshalle steht. Wenn im ICE-Tunnel eine Sendeanlage defekt ist, muss alles mit der Sicherheit der Bahn abgestimmt werden, bevor ein Techniker dort hinein kann."

Den schnellen Handover versuche die Telekom zu kompensieren, indem der Server im Zug auch sekundenweise die Inhalte vorhalte. Zudem sei das WLAN im Zug ein Shared Medium, bei dem sich alle Reisenden die Bandbreite teilten, betonte Wende. Auch Probleme an den Endgeräten der Nutzer könnten der Grund für Schwierigkeiten sein.

"Relativ stabile WLAN-Versorgung"

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Im Frühjahr des vergangenen Jahres habe es technische Probleme bei der Versorgung durch den Ausbau gegeben, der immer im laufenden Betrieb erfolgen müsse. Wende sagte dazu: "Wir können nun eine relativ stabile WLAN-Versorgung bieten. Wir versorgen mehr als 5.000 Schienenkilometer. Wir tun alles dafür, dass es läuft."

Nur das Signal vom Zug zum Sendemast und vom Sendemast zum Zug sei Mobilfunk, erklärte der Sprecher. "Sobald das Signal am Sendemast angekommen ist, geht es ins Festnetz aus Glasfaser."

Ein Ausweg könnte sein, wenn sich die Deutsche Bahn auch im Sinne der Kunden anderen Anbietern öffne und die Züge mit Techniken ausstatte, die es erlaubten, sämtliche Funknetze zu einem starken Signal für das WLAN zu bündeln, schlug Rößner vor.

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neocron 12. Mär 2015

was hat das mit teuer zu tun? weshalb sollte eine Bahn guenstiger sein, als nur das...

neocron 11. Mär 2015

Basel Frankfurt, Stuttgart Frankfurt, Frankfurt Koeln, Frankfurt Leipzig/Berlin Ist schon...

mainframe 10. Mär 2015

Es liegt schon an der Politik und an den Höheunterschieden in Deutschland. In Dänemark...

Nigcra 09. Mär 2015

Aber dann bitte mit Mosh ;)



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