Internetunternehmen: Telekom will Umsatzbeteiligung für Nutzung ihrer Netze
Die Deutsche Telekom möchte einen Umsatzanteil von Internetdiensteanbietern, die das Netz des Konzerns nutzen. Das schreibt der Sprecher der Telekom, Philipp Blank, in einem Gastbeitrag für das Kundenmagazin der Weberbank, der Golem.de vorliegt. Zuerst hatte das Blog Netzpolitik.org(öffnet im neuen Fenster) über den Beitrag berichtet.
Alle Daten gleichzubehandeln, sei technisch und wirtschaftlich Unsinn, erklärte Blank. Dienste mit höheren Qualitätsanforderungen wie Videokonferenzen oder Telemedizin, automatisierte Verkehrssteuerung und Industrie 4.0 "brauchen gesicherte Qualität. Nur so funktionieren diese Dienste unabhängig vom aktuellen Datenaufkommen im Netz."
Das Gegenargument, dass sich nur große Internetunternehmen gesicherte Qualität leisten könnten, stimme nicht. Blank: "Dabei könnte sich eine Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent jedes Unternehmen leisten. Und das wäre ein fairer Beitrag für die Nutzung der Netzinfrastruktur, auf der Internetdienste beruhen."
Konzern mit Staatsbeteiligung gegen staatlich diktiertes Einheitsnetz
Der Logik der Befürworter der Netzneutralität folgend, müsse auch ein Expressversand für Pakete, die 1. Klasse in der Bahn sowie First und Business Class bei Flugreisen abgeschafft werden, und alle Hotels dürften nur einheitliche Standardzimmer anbieten, schreibt Blank.
Das Internet als Informationsmedium habe eine wichtige gesellschaftliche Funktion. "Es muss frei, offen und ohne Diskriminierung bleiben. Die Debatte muss sich also um grundsätzliche Spielregeln drehen. Ein staatlich diktiertes Einheitsnetz darf aber nicht dabei herauskommen."
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