Abo
  • IT-Karriere:

Internetsuche: EU-Kommission will Streit mit Google beenden

Im Streit über die Darstellung von Suchergebnissen hat Google die EU-Kommission zufriedengestellt. Die deutschen Verleger warnen vor einer "katastrophalen Entwicklung" durch die Einigung.

Artikel veröffentlicht am ,
EU-Wettbewerbskommissar Almunia will sich mit Google einigen.
EU-Wettbewerbskommissar Almunia will sich mit Google einigen. (Bild: EU-Kommission/Screenshot: Golem.de)

Die EU-Kommission ist im Streit über die Internetsuche von Google zu einer Einigung bereit. Die nun vom US-Konzern präsentierten Vorschläge trügen den Bedenken der Kommission Rechnung, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Mittwoch in Brüssel. Dadurch hätten Nutzer eine wirkliche Wahl zwischen konkurrierenden Diensten, die dann auf vergleichbare Weise angezeigt werden sollen. Der Vorschlag Googles sieht vor, bei Suchergebnissen von eigenen Spezialdiensten wie für Produkte, Hotels und Restaurants auch die Treffer von drei Konkurrenten anzuzeigen. Diese würden durch ein objektives Verfahren ausgewählt und deutlich sichtbar für Nutzer angezeigt, so dass ein Vergleich mit den Google-Ergebnissen möglich sei.

Stellenmarkt
  1. Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee
  2. Etkon GmbH, Gräfelfing

Seit mehr als drei Jahren untersucht die EU-Kommission, ob Google die Marktführerschaft bei der Internetsuche missbraucht und die Konkurrenz benachteiligt. Bevor das Verfahren abgeschlossen wird, können die Konkurrenten noch ihre Position zu den neuen Vorschlägen abgeben. Bereits im vergangenen Oktober hatte Almunia mitgeteilt, dass Google in dem Streit zu Zugeständnissen bereit sei. Im Juli 2013 hatte Almunia von Google noch ein weiteres Entgegenkommen verlangt, da die bisherigen Vorschläge bei Markttests durchgefallen seien.

Sechs Milliarden Strafe möglich

Googles Marktanteil bei der Internetsuche in Europa liegt bei rund 90 Prozent. Sollte sich das Unternehmen doch nicht mit der EU-Kommission einigen, könnte diese eine Strafe in Höhe von zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen. Das wären gemessen am Unternehmensergebnis des vergangenen Jahres rund sechs Milliarden US-Dollar.

Nachtrag vom 5. Februar 2014, 16:00 Uhr

Als "vollkommen inakzeptabel" bezeichneten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die von Almunia befürworteten Vorschläge Googles. Diese unterschieden "sich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht substanziell von dem, was die EU-Kommission bereits zweimal abgelehnt hatte", teilten die Verbände mit. "Mit diesem halbgaren Kompromiss öffnet Kommissar Almunia dem Marktmissbrauch des Suchmaschinen-Giganten Tür und Tor", hieß es weiter. Die Verleger appellierten an die übrigen Mitglieder der EU-Kommission, "diese für europäische Verbraucher, Wirtschaft und Medienvielfalt katastrophale Entwicklung zu verhindern".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 0,49€
  3. 17,99€
  4. (-50%) 2,50€

Bernd30 05. Feb 2014

Hallo pinger030, zu deinem Satz "Ich würde es ja verstehen, wenn Google diese...

Lion 05. Feb 2014

Definition eines Monopols: Als Monopol bezeichnet man in den Wirtschaftswissenschaften...


Folgen Sie uns
       


Star Wars Jedi Fallen Order angespielt

In Star Wars Jedi Fallen Order kämpft der Spieler als junger Jedi-Ritter gegen das schier übermächtige Imperium.

Star Wars Jedi Fallen Order angespielt Video aufrufen
iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

    •  /