Abo
  • Services:

Internetspionage: China fängt angeblich iCloud-Passwörter ab

iCloud-Nutzer in China werden seit Montag gehäuft Opfer von DNS-Attacken, bei denen Nutzerdaten abgefangen werden. Möglicherweise steckt die chinesische Regierung hinter den Angriffen.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Apples Speicherdienst iCloud ist möglicherweise im Visier der chinesischen Regierung.
Apples Speicherdienst iCloud ist möglicherweise im Visier der chinesischen Regierung. (Bild: Apple)

Schwere Anschuldigungen gegen die chinesische Regierung: Peking könnte hinter einer Phishing-Attacke auf Nutzer von Apples Cloud-Dienst iCloud stecken. Dabei werden Nutzer auf eine gefälschte Startseite weitergeleitet, auf der Nutzername und Passwort abgefangen werden. Die Angriffe starteten am Montag, zeitgleich mit dem Verkauf des neuen iPhones in China. Ähnliche Angriffe soll es auch auf Microsofts Dienst Login.live.com gegeben haben.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Neckarsulm
  2. Protea Networks GmbH, Unterhaching

Die Hacker umgehen die sichere SSL-Verbindung mit einem selbst erstellten Zertifikat. Nutzer von unsicheren Browsern wie dem in China beliebten und von der Regierung unterstützten 360 Secure Browser der Firma Qihoo merken so nicht, dass sie auf einer gefälschten Seite landen. Browser wie Chrome und Firefox warnen Nutzer in solchen Fällen. Eine ähnliche Phishing-Attacke soll es am Montag auch auf den Speicherdienst Dropbox gegeben haben, die Lücke soll aber geschlossen worden sein. Dabei hätten Nutzer unter anderem E-Mails mit gefälschten Links zu Dropbox-Dateien erhalten, schrieb Symantec in einem Blogeintrag.

"Dies ist eindeutig eine böswillige Attacke auf Apple mit dem Ziel, Zugang zu Nutzerdaten und Passwörtern und letztlich allen in der iCloud gespeicherten Daten zu bekommen, etwa iMessages, Fotos und Kontakte", schrieb die chinesische Datenschutzorganisation Great Fire. "Wenn Nutzer die Warnung ihres Browsers ignorieren und sich bis zu ihrem iCloud-Konto durchklicken, dann sind die Daten in die Hände der chinesischen Behörden gelangt." Es ist das erste Mal, dass ein Angriff direkt auf einen Apple-Dienst zielt.

Angriffe könnten mit Protesten in Hongkong zusammenhängen

Die Organisation mutmaßte, dass die Angriffe mit den Protesten in Hongkong zusammenhängen könnten. Die Bilder und Videos der Proteste waren auch mit Hilfe des Apple-Speicherdienstes im Internet verbreitet worden.

Ob hinter den Angriffen tatsächlich Regierungsbehörden stehen, ist bislang nicht klar. Allerdings handelt es sich dabei um einen Angriff auf Ebene des Domain-Name-Systems (DNS) - und das steht in China unter staatlicher Kontrolle. Das System leitet bestimmte URL-Anfragen von Nutzern an die entsprechenden IP-Nummern weiter.

Die Attacken erfolgen nach Angabe von Great Fire nur, wenn die Nutzer eine von zahlreichen IP-Adressen für iCloud besuchen. Nutzer können sich daher mit einem VPN-Client schützen. Außerdem können iCloud-Kunden sich zusätzlich mit der von Apple inzwischen systemweit eingeführten Zwei-Faktor-Authentifizierung vor den Angriffen schützen. Zwar können die Hacker so immer noch Nutzernamen und Passwort abfangen. Für die Anmeldung ist aber ein weiterer Schritt auf iCloud selbst notwendig.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€
  2. (-75%) 14,99€
  3. (-58%) 24,99€

Ass Bestos 04. Dez 2014

nicht nur im sozialismus doch, der mensch kann genauso dumm wie intelligent sein.

matok 22. Okt 2014

Richtig, ebenfalls wie bei der NSA.

plutoniumsulfat 22. Okt 2014

Autsch....

plutoniumsulfat 21. Okt 2014

Aber woher kommen die SIMs? Die können auch alle überwacht sein. Zum Beispiel auf...

AllAgainstAds 21. Okt 2014

VPN könnte helfen, denn die haben ihren eigenen DSN Dienst, und so lange China nicht die...


Folgen Sie uns
       


Steam Spy vor dem Aus - Bericht

Das Tool Steam Spy kann nach Valves Änderungen bei den Privatsphäre-Einstellungen des Onlineshops nach Angaben des Erfinders nicht länger funktionieren.

Steam Spy vor dem Aus - Bericht Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
Indiegames-Rundschau
Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Grafikwucht beim ganz großen Maus-Abenteuer oder lieber Simulationstiefe beim Mischen des Treibstoffs für den Trabbi? Wieder haben Fans von Indiegames die Qual der Wahl - wir stellen die interessantesten Neuheiten vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
  2. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
  3. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass

Patscherkofel: Gondelbahn mit Sicherheitslücken
Patscherkofel
Gondelbahn mit Sicherheitslücken

Die Steuerungsanlage der neuen Gondelbahn am Innsbrucker Patscherkofel ist ohne Sicherheitsmaßnahmen im Netz zu finden gewesen. Ein Angreifer hätte die Bahn aus der Ferne übernehmen können - trotzdem beschwichtigt der Hersteller.
Von Hauke Gierow

  1. Hamburg Sensoren melden freie Parkplätze
  2. Edge Computing Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  3. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

    •  /