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Internetsperren: Türkei blockiert Pastebin

In der Türkei ist der Zugriff auf Pastebin verboten worden. Der Sperre ging die Veröffentlichung gestohlener Datensätze voraus, die Daten Angestellter der türkischen Telekommunikationsbehörde BTK enthalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Türkische Journalisten bei einer Anti-Zensur-Demo im März 2011 in Istanbul
Türkische Journalisten bei einer Anti-Zensur-Demo im März 2011 in Istanbul (Bild: Mustafa Ozer/AFP/Getty Images)

Die türkische Regierung hat per Gerichtsbeschluss die Sperrung der Webseite Pastebin durchgesetzt. Zunächst hatten die Behörden vergeblich versucht, dort veröffentlichte Inhalte löschen zu lassen, die Hacker zuvor von der türkischen Regulationsbehörde für Informationstechnik und Kommunikation (BTK) erbeutet hatten. Als das nicht gelang, wurde die Webseite kurzerhand gesperrt.

  • In der Türkei ist die Webseite von Pastebin gesperrt worden. (Bild: Anonnews)
In der Türkei ist die Webseite von Pastebin gesperrt worden. (Bild: Anonnews)
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Die Hacker des Anonymous-Kollektivs waren in die Server der BTK eingebrochen und hatten vier Datensätze mit E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Passwörtern der Angestellten der Behörde entwendet und auf Pastebin publik gemacht. Die Unterlagen enthalten auch Informationen über Vodafone, Turknet oder Turkcell, die allerdings verschlüsselt sind. Zunächst wurden die Datensätze über Twitter verbreitet, dann bei Pastebin hinterlegt.

Die Türkei sperrt seit Jahren Domains unbequemer Webseiten, inzwischen sollen es über 1.000 sein. Die jüngste Sperrung durch einen der größten türkischen Provider namens Digiturk zog den Zorn des Kollektivs Anonymous nach sich, das mit der Operation Digiturk mit Konsequenzen drohte. Ob sich der türkischsprachige Hacker namens Unnamed Anarchy, der sich mit dem Einbruch in die BTK-Server rühmte, zu Anonymous zählt, ist unbekannt.

Erst vor kurzem hatte die TIB, eine Unterabteilung der BTK, eine Liste mit 138 Wörtern veröffentlicht, die sie als "schädlich" einstuft. Sie dürfen nicht mehr in Domainnamen vorkommen. Sollten sie bereits registriert worden sein, müssen türkische Provider die entsprechenden Seiten sperren. In der Liste sind neben englischen Begriffen wie "gay", "adult" oder sogar "free" auch die türkischen Übersetzungen von "nackt" oder "heiß". Nach der Aktivierung der Sperren sollen auch Webseiten von Unterwäscheherstellern und Kondomhändlern nicht mehr erreichbar gewesen sein.

Die anhaltenden Sperrungen haben der Türkei den Status als "Feind des Internets" im Jahresbericht 2012 der Organisation Reporter ohne Grenzen eingebracht.

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redwolf 19. Mär 2012

Dein Hirn scheinbar auch nicht.

redbullface 18. Mär 2012

Bleib mal jetzt ganz ruhig und bewahre den guten Ton bitte. Das war eine Frage aus...

Schiwi 16. Mär 2012

Hier haben wir doch schon genug von denen, reicht doch, oder?

C. Stubbe 16. Mär 2012

Immerhin wird da noch ein Gericht bemüht und nicht einfach per geheimer Liste gesperrt.


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