Internetprotokoll: Facebook nutzt mehrheitlich Quic und HTTP/3

Die Nutzung der neuen Protokolle bringt laut Facebook nur Vorteile. Mit dem Wechsel auf Quic und HTTP/3 musste das Unternehmen trotzdem einiges umbauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook nutzt inzwischen mehrheitlich Quic und HTTP/3.
Facebook nutzt inzwischen mehrheitlich Quic und HTTP/3. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Die Kombination aus eigener riesiger Infrastruktur und Clients beziehungsweise den Mobile-Apps dürfte es Facebook vergleichsweise einfach gemacht haben, auf die neuen Internetprotokolle Quic und das darauf aufbauende HTTP/3 zu wechseln. Laut einem Blogeintrag des Engineering-Teams von Facebook werden inzwischen mehr als 75 Prozent des Internettraffics des Unternehmens über die neuen Protokolle abgewickelt.

Stellenmarkt
  1. Ingenieur*in Produktions-IT
    SCHOTT AG, Mitterteich
  2. Full Stack Developer (w/m/d) Marketing/E-Commerce
    dmTECH GmbH, Karlsruhe
Detailsuche

Zwar sind die beiden Protokolle noch nicht offiziell standardisiert, die Arbeiten dazu bei der IETF sind jedoch schon sehr weit fortgeschritten und immer mehr Unternehmen wechseln auf die fast fertige Technik. Vor allem, wenn sie selbst große Infrastruktur betreiben wie eben Facebook. Für seine Tests mit Quic und HTTP/3 hat Facebook mit Mvfst die Protokolle selbst implementiert und zunächst experimentell internen Traffic über diese neuen Protokolle abgewickelt. Damit hat das Unternehmen zunächst Technik wie seine Load-Balancer auf die Nutzung der neuen Protokolle optimiert.

Verbesserungen sorgen für viele kleinere Fehler

Es folgten Arbeiten an der App, die nun auch mehrheitlich HTTP/3 nutzt. "Unsere Tests haben gezeigt, dass Quic Verbesserungen bei mehreren Metriken bietet", heißt es in dem Blogpost. So sehe das Unternehmen weniger Fehler bei Requests, eine geringere Latenz und auch kleinerer Response-Header. All das habe weitere Verbesserungen nach sich gezogen.

Das Unternehmen musste dennoch einige Fehler beheben, die vor allem auf die App-Logik zurückzuführen waren. So wurde mit Quic zunächst die Geschwindigkeit einer Verbindung als zu schnell eingeschätzt. Letztlich musste das Team seinen Code auch noch auf CPU-Leistung optimieren sowie die Netzwerk-Congestion testen und hier ebenfalls nachbessern. Trotz allem seien die Erfahrungen so gut, dass Facebook weitere Funktionen auf Quic migrieren möchte und künftig etwa "echte 0-RTT-Verbindungen" einsetzen möchte.

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    03.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Neben dem sozialen Netzwerk Facebook selbst nutzt das Unternehmen Quic mit ähnlichen Strategien auch für Instagram. Zusätzlich zu den Apps werden Quic und HTTP/3 auch von den Webversionen unterstützt, so dass die neuen Protokolle hier mit der entsprechenden Browserunterstützung ebenfalls genutzt werden. Facebook möchte die neuen Protokolle künftig zudem für sein gesamtes Angebotsportfolio verwenden, das dürfte dann wohl vor allem noch Whatsapp und den Messenger betreffen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Arclight Rumble
Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!

Golem.de hat es gespielt: Arclight Rumble entpuppt sich als gelungenes Mobile Game - aber wie ein echtes Warcraft fühlt es sich nicht an.
Von Peter Steinlechner

Arclight Rumble: Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!
Artikel
  1. Google: Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren
    Google
    Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren

    Die zahlreichen Drohungen der russischen Zensurbehörde zur Blockade von Youtube werden wohl nicht umgesetzt. Die Auswirkungen wären zu stark.

  2. Biontech: Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen
    Biontech
    Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen

    In Mainz ist Biontech beheimatet, was die Steuereinnahmen explodieren lässt. Mit dem Geld wird nun ein 365-Euro-Jahresticket für Schüler und Azubis finanziert.

  3. Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co: Die Qual der VPN-Wahl
    Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co
    Die Qual der VPN-Wahl

    Wer sicher im Internet unterwegs sein will, braucht ein VPN - oder doch nicht? Viele Anbieter kommen jedenfalls gar nicht erst in Frage.
    Von Moritz Tremmel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Cyber Week: Bis zu 900€ Rabatt auf E-Bikes • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 480,95€ • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" 165 Hz günstig wie nie: 404€ [Werbung]
    •  /