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Internetkonzern: Verizon spricht offen über Rückzug vom Yahoo-Kauf

Der Ton zwischen Verizon und Yahoo wird schärfer. Ein Topmanager will nun prüfen, "ob und wie es mit der Übernahme" weitergeht.
/ Achim Sawall
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Yahoo-Deal wackelt. (Bild: Alex Wong/Getty Images)
Yahoo-Deal wackelt. Bild: Alex Wong/Getty Images

Verizon-Chefjustiziar Craig Silliman hat offen einen Rückzug vom Kauf von Yahoo angesprochen. Silliman sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) , Verizon prüfe die Auswirkungen des Einbruchs in die Nutzerdaten von Yahoo, "um herauszufinden, ob und wie es mit der Übernahme" zu den ausgehandelten Bedingungen weitergeht.

Silliman: "Ich denke, wir haben eine vernünftige Grundlage, jetzt zu glauben, dass die Auswirkungen erheblich sind. Wir erwarten von Yahoo, die vollen Auswirkungen offenzulegen. Wenn sie glauben, dass es nicht bedeutend ist, werden sie uns das beweisen müssen" . Silliman machte keine Angaben dazu, ob Gespräche im Gange seien, um den Preis neu zu verhandeln. Der Kaufpreis beträgt bisher 4,8 Milliarden US-Dollar.

Der Vertrag hat eine Klausel, die besagt, dass sich Verizon vom Kauf zurückziehen kann, wenn ein neues Ereignis eintritt, das "erhebliche negative Auswirkungen auf das Geschäft, Vermögen, Immobilien, Betriebsergebnisse oder die finanzielle Situation des Unternehmens hat."

Silliman sagte, die U.S. Federal Trade Commission habe die Übernahme von Yahoo bereits genehmigt, die Zustimmung der Europäischen Kommission und der Börsenaufsicht U.S. Securities und Exchange Commission steht aber noch aus.

Hack von 500 Millionen Accounts

Yahoo soll im vergangenen Jahr ein geheimes internes Programm entwickelt haben , mit dem die E-Mails aller Kunden von Geheimdiensten oder Strafverfolgungsbehörden nach bestimmten Schlüsselwörtern durchsucht werden können. Die Datenerhebung soll in Echtzeit stattgefunden haben und auf einer geheimen Anordnung der Regierung basieren.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Yahoo in den vergangenen Jahren an Investitionen in die Sicherheit der Nutzer gespart hatte - was möglicherweise zum Hack von 500 Millionen Accounts beigetragen hat.


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