Internetdienste: Was 2013 eingestellt wurde

Winamp, Lavabit, Lucas Arts und die Flatrate haben eins gemeinsam: Sie wurden 2013 eingestellt oder geschlossen. Auch viele weitere Internetdienste wurden dieses Jahr von ihren Entwicklern aufgegeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Offline - etliche Internetdienste wurden 2013 aufgegeben.
Offline - etliche Internetdienste wurden 2013 aufgegeben. (Bild: Steven Depolo/CC BY 2.0)

Manche Internetdienste wie die Microsoft Tags sind von vornherein nicht erfolgreich. Andere wie der Medienplayer Winamp waren es, sind aber nicht mehr zeitgemäß. Es gibt viele Gründe, warum Dienste aufgegeben und eingestellt werden. Über viele dieser Programme und Firmen haben wir 2013 berichtet. Eine Übersicht.

Aus für Winamp

Kaum noch genutzt, aber unvergessen: Der Winamp-Player zum Abspielen von MP3-Dateien wurde am 20. Dezember eingestellt. Nach 15 Jahren Support und Weiterentwicklung kann die Software zwar weiter heruntergeladen werden, Updates werde es aber nicht mehr geben, teilten AOL und Nullsoft im November 2013 mit. Winamp war lange Zeit der meistgenutzte Medienplayer.

Laut Medieninformationen hatte Microsoft im November mit AOL über einen Verkauf des Medienplayers verhandelt. Ergebnisse gibt es bisher nicht. Vielleicht kehrt Winamp wieder zurück. Totgesagte leben bekanntlich länger.

Zumindest beim Musikstreaming-Dienst Spotify lebt der Player weiter. Das Unternehmen hat mit dem Spotiamp einen kleinen Musik-Player im Design von Winamp veröffentlicht, mit dem Premium-Nutzer ihre Playlists hören können. Die Bedienung stimmt mit dem Original überein, auch die Winamp-Visualisierungs-Plugins können genutzt werden.

Feeds ohne den Google Reader

Am 1. Juli hatte Google seinen Google Reader eingestellt. Die Ankündigung kam im März. Die Nutzer waren nicht begeistert und starteten eine Onlinepetition zum Erhalt des Dienstes. Laut Google hatte der Reader zuletzt wenige Nutzer. Trotzdem hatten viele den Dienst genutzt, um Feeds mit anderen Reader-Apps auf mobilen Geräten zu synchronisieren. Der Vorteil war, dass die Feeds auf mehreren Geräten gelesen werden konnten und alle den gleichen Lese- und Favoritenstatus hatten.

Google hatte seinen Dienst 2005 im Testbetrieb gestartet und zwei Jahre später offiziell in sein Google-Universum überführt. Mittlerweile gibt es viele Alternativen wie Feedly oder in das Betriebssystem integrierte News-Aggregatoren.

Lavabit, Silent Circle und die NSA

Weil Lavabit-Gründer Ladar Levinson die Sicherheit seiner Nutzer schützen wollte, hatte er den Dienst geschlossen. Der US-Regierung gewährleistete er nicht schnell genug den Zugang zu seinem E-Mail-Dienst. Er sollte für jeden Tag, den er im Verzug war, 5.000 US-Dollar Strafe zahlen. Der verschlüsselte E-Mail-Dienst, den auch US-Whistleblower Edward Snowden nutzte, sollte komplett für den Zugriff geöffnet werden. Die privaten SSL-Schlüssel sollten an die US-Regierung übergeben werden.

Dem Verschlüsselungsdienst Silent Circle erging es ähnlich. Dessen Chef, Mike Janke, sagte der New York Times, dass alle Nutzerdaten vernichtet worden seien - allerdings vorsorglich. Einen Behördenbeschluss habe man nicht abwarten wollen. Auch Janke wollte seine Nutzer nicht gefährden.

Kurz darauf einigten sich die beiden Anbieter darauf, eine Open-Source-Architektur für verschlüsselte E-Mails zu entwickeln. Dark Mail wurde Anfang Dezember erfolgreich per Crowdfunding finanziert und soll als F/OSS veröffentlicht werden. Geplant sind Clients für die Desktopbetriebssysteme Windows, Mac OS X und Linux und für die mobilen Plattformen iOS und Android.

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Groklaw will nicht überwacht werden 
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Destroyer2442 20. Jan 2014

Windows Phone? Wirklich? Nein, das meinst du bestimmt nicht ernst ^^. Meiner Meinung...

Yes!Yes!Yes! 17. Jan 2014

Erklär mal bitte. Ich glaube eher, du kannst nicht richtig lesen. Golem schreibt...

freddypad 16. Jan 2014

1 MB RAM waren üblich zu Zeiten von 286 und 386SX CPUs. Wer keine Ahnung hat, sollte...

Kasabian 15. Jan 2014

oder sogar 2024. Sicher in ich mir da auch nicht. Aber 202X war es sicherlich. Was ich...



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