Internet: Unternehmen in Deutschland weiter mittelmäßig versorgt

Nur 42 Prozent aller deutschen Unternehmen mit Zugang zum Internet haben im Jahr 2017 eine vertraglich vereinbarte Datenübertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gehabt. Das teilte das Statistische Bundesamt(öffnet im neuen Fenster) am 19. Januar 2018 mit. Befragt wurden Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten. Das Firmen keinen FTTH-Anschluss nutzen, heißt dabei nicht, dass die Technik nicht zur Verfügung steht.
Damit lag Deutschland wie in den Vorjahren im europäischen Mittelfeld und knapp über dem Durchschnitt aller 28 EU-Mitgliedstaaten (40 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil um vier Prozentpunkte. Im EU-Durchschnitt war der Anstieg mit sechs Prozentpunkten etwas stärker.
An der Spitze in der Europäischen Union lagen im Jahr 2017 Dänemark (73 Prozent), die Niederlande (65 Prozent) und Schweden (64 Prozent). Am geringsten verbreitet war schnelles Internet bei Unternehmen in Zypern (25 Prozent), Griechenland (25 Prozent) und Italien (23 Prozent).
Förderung bewilligt
Gerade in Gewerbegebieten hatten die Deutsche Telekom, Vodafone und andere Netzbetreiber wie Deutsche Glasfaser im Jahr 2017 begonnen, Fiber To The Building (FTTH) auszubauen. Dennoch verbesserte die Versorgung sich dort offenbar nicht deutlich.
Zudem geht das Statistische Bundesamt davon aus, dass eine Internetanbindung von mindestens 30 MBit/s für Unternehmen bereits eine schnelle Anbindung darstelle. Viele Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Firmen FTTH bräuchten.
Das Sonderprogramm Gewerbegebiete des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wurde im Januar 2017 vorgestellt. Es stellt 350 Millionen Euro bereit, um unterversorgte Gewerbe- und Industriegebiete sowie Häfen ans Glasfasernetz anzuschließen.



