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Internet: Unitymedia erhöht Preise wegen zu hohen Datenverbrauchs

Kunden von Unitymedia sollen durchschnittlich 50 GByte pro Monat verbrauchen. Daher hat der Kabelnetzbetreiber nach eigenen Angaben jetzt die Preise für alle Internetkunden erhöht, deren Mindestvertragslaufzeit ausläuft.

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Glasfaser bei der Liberty-Tochter Cablecom
Glasfaser bei der Liberty-Tochter Cablecom (Bild: Cablecom)

Der TV-Kabelnetzbetreiber Unitymedia erhöht zum 1. Februar 2015 die Preise für mehr als 1,4 Millionen Internetkunden. Das berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf einen Kundenbrief und Informationen aus dem Unternehmen. Die Preiserhöhung beträgt für jeden betroffenen Haushalt monatlich 2,90 Euro.

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Betroffen seien alle Bestandskunden, deren Mindestvertragslaufzeit abgelaufen ist. Das seien mehr als die Hälfte der 2,8 Millionen Internetkunden des Konzerns, hat die Rheinische Post aus dem Unternehmen erfahren. Der Grund für die Preisanpassung sei, dass die Kunden durchschnittlich 50 Prozent mehr Daten im Monat herunterladen als vor einem Jahr, aktuell seien es 50 GByte im Monat.

Unitymedia hat auf Anfrage von Golem.de zu dem Bericht keine Stellung genommen. Die Anfrage per E-Mail wurde bestätigt. Öffentlich angekündigt hat der Netzbetreiber die höheren Preise bisher noch nicht.

Der in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg tätige TV-Kabelnetzbetreiber hatte im Oktober die Preise für seine 200-MBit/s-Zugänge bekanntgegeben. 2Play Premium 200 für Internet und Telefonie ohne TV-Angebot kostet in den ersten zwölf Monaten 35 Euro und danach 42 Euro monatlich. Dazu kommt eine Aktivierungsgebühr von 30 Euro.

Liberty Global ist der Eigner des Kabelnetzbetreibers. Der Aufsichtsratschef des Kabelkonzerns, John Malone, kaufte im Jahr 2011 Kabel Baden-Württemberg für knapp 3,2 Milliarden Euro, zwei Jahre zuvor hatte er für 3,5 Milliarden Euro den Kabelkonzern Unitymedia übernommen. Ende November 2014 kündigte Liberty Global an, den Markennamen seiner deutschen Tochter Kabel Baden-Württemberg abzuschaffen.

Derzeit gibt es Medienberichte der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach der britische Vodafone-Konzern die Übernahme von Liberty Global prüft. Gespräche zwischen den beiden Konzernen gibt es noch nicht. Liberty Global wird auf knapp 40 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Nachtrag vom 9. Dezember 2014, 12:45 Uhr

Unitymedia hat den Bericht bestätigt. Unternehmenssprecher Olaf Winter sagte Golem.de: "Die Kosten für den stetigen Kapazitätsausbau unseres Netzes und für Hardware sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Grund ist unter anderem der steigende Konsum von Bewegtbild- und HD-Inhalten. So ist innerhalb eines Jahres das durchschnittliche Datennutzungsvolumen pro Kunde um mehr als 50 Prozent auf nun 50 GByte pro Monat gestiegen." Um weiterhin ein gutes Produkt zu liefern, habe sich der Betreiber gezwungen gesehen, erstmals seit zehn Jahren die Preise für unser Internetprodukt zu erhöhen. TV-Produkte und unsere Internetpakete seien weiterhin ein attraktives Angebot.



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Hardware-Angebote

errezz 13. Dez 2014

Bin nur von Erfahrungen von Kollegen und mir ausgegangen. Ich habe kein Telefon...

MartinPaul 12. Dez 2014

Warum ? Nur weil es früher einmal datenAutobahn hieß? Der Vergleich hinkt und zwar...

jaykay2342 11. Dez 2014

Es gibt Millionen von Menschen die jeden Abend TV konsumieren und mit frischer Luft nur...

Gamma Ray Burst 11. Dez 2014

Ah richtig;-) das datenvolumen wird vor sich hin explodieren wegen filmen

JAkob1234 11. Dez 2014

bei der Telekom auch nicht


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