• IT-Karriere:
  • Services:

Internet-Traffic: DE-CIX sieht keinen Grund zur Sorge

Homeoffice statt Großraumbüro, Videokonferenzen statt Meetings, Netflix statt Kino - kein Problem für den DE-CIX, sagt dessen CTO.

Ein Interview von Eike Kühl/Zeit Online veröffentlicht am
Thomas King vor einem Serverschrank des DE-CIX (Bild von 2018)
Thomas King vor einem Serverschrank des DE-CIX (Bild von 2018) (Bild: YANN SCHREIBER/AFP via Getty Images)

Die Coronavirus-Pandemie verlagert große Teile des öffentlichen Lebens ins Internet. Die Effekte sind messbar, etwa am Internetknoten DE-CIX in Frankfurt am Main. Dort wurde vergangene Woche ein neuer Traffic-Rekord vermeldet. Im Interview sagt Thomas King, Chief Technology Officer des DE-CIX, wie sich der weltgrößte Internetknoten darauf einstellt und was man von den Entwicklungen in Italien lernen kann.

Inhalt:
  1. Internet-Traffic: DE-CIX sieht keinen Grund zur Sorge
  2. Was folgt bei noch mehr Videokonferenzen?

Zeit Online: Vergangene Woche vermeldeten Sie einen neuen Rekorddatendurchsatz von 9,1 Terabit pro Sekunde. Kam das für Sie überraschend?

Thomas King: Wir planen zwar kontinuierlich mit Traffic-Anstiegen, aber ein Anstieg von 800 Gigabit pro Sekunde ist schon außergewöhnlich hoch. Der letzte Höhepunkt war am 11. Februar, wir haben innerhalb eines Monats also etwa 10 Prozent Anstieg gesehen. Normalerweise sehen wir im Verlauf eines ganzen Jahres einen Anstieg von 20 bis 30 Prozent.

Zeit Online: Ist der Datenverkehr seitdem überdurchschnittlich hoch geblieben?

Stellenmarkt
  1. Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München Unterföhring
  2. DATAGROUP Köln GmbH, Düsseldorf

King: Ja, wenn man auf unserer Website die Traffic-Statistik betrachtet, sieht man, dass der Datendurchsatz die vergangene Woche immer um die 8 bis 8,5 Terabit war und somit deutlich über den Werten davor. Man sieht, dass der Traffic auch in den Randzeiten höher ist als zuvor.

Zeit Online: Lässt sich diese Entwicklung allein auf die Coronavirus-Pandemie zurückführen?

King: Da kommen mehrere Dinge zusammen. Das Coronavirus und die Tatsache, dass viele Menschen nun weniger unterwegs und draußen sind und dadurch mehr digitale Dienste konsumieren, von Videocalls bis hin zu Streamingdiensten wie Netflix, treibt natürlich den Traffic in die Höhe. Kurz bevor wir den neuen Rekord gemessen haben, ist auch noch der neueste Teil des Computerspiels Call of Duty erschienen, der ebenfalls eine Rolle gespielt hat. Es sind also verschiedene Effekte, aber die Pandemie ist sicherlich maßgeblich dafür verantwortlich.

Zeit Online: Können Sie sehen, welche einzelnen Dienste jetzt vermehrt genutzt werden?

King: Wir sind gerade noch dabei, zu analysieren, wie sich der Traffic genau verändert hat, und haben dazu hoffentlich demnächst mehr Informationen. Wir sehen natürlich, wie einzelne Netze ausgelastet sind, aber zu individuellen Kunden möchte ich nichts sagen. Verallgemeinert kann man sehen, ob nun etwa Video-on-Demand- oder Gamingdienste vermehrt genutzt werden. Ich schätze, dass wir vor allem bei Videoanrufen in HD-Qualität derzeit einen Anstieg erleben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Was folgt bei noch mehr Videokonferenzen? 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Apple iPhone 11 Pro Max 256GB 6,5 Zoll Super Retina XDR OLED für 929,98€)
  2. 699€ (mit Rabattcode "POWERFRIDAY20" - Bestpreis!)
  3. 159,99€ (mit Rabattcode "POWERFRIDAY20" - Bestpreis!)

Grummbeerbauer 21. Mär 2020

War mir auch nicht bekannt, interessant.

LinuxMcBook 19. Mär 2020

Tja, und deswegen habe ich auch schon seit Jahren den Standpunkt, dass solange die...

Genie 19. Mär 2020

Also bei mir "laden" diese Filme auch beim Streaming...

r3bel 19. Mär 2020

Nur noch 100 MBit, scheiße...

Geistesgegenwart 19. Mär 2020

Die großen "Endkundenanbieter" haben aber private Peerings untereinander, sodass der...


Folgen Sie uns
       


Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020)

Wir haben den Fortschritt in Grünheide dokumentiert.

Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020) Video aufrufen
Radeon RX 6800 (XT) im Test: Die Rückkehr der Radeon-Ritter
Radeon RX 6800 (XT) im Test
Die Rückkehr der Radeon-Ritter

Lange hatte AMD bei Highend-Grafikkarten nichts zu melden, mit den Radeon RX 6800 (XT) kehrt die Gaming-Konkurrenz zurück.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Radeon RX 6800 (XT) Das Unboxing als Gelegenheit
  2. Radeon RX 6000 AMD sieht sich in Benchmarks vor Nvidia
  3. Big Navi (RDNA2) Radeon RX 6900 XT holt Geforce RTX 3090 ein

Futuristische Schwebebahn im Testbetrieb: Verkehrsmittel der Zukunft für die dritte Dimension
Futuristische Schwebebahn im Testbetrieb
Verkehrsmittel der Zukunft für die dritte Dimension

Eine Schwebebahn für die Stadt, die jeden Passagier zum Wunschziel bringt - bequem, grün, ohne Stau und vielleicht sogar kostenlos. Ist das realistisch?
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. ÖPNV Infraserv Höchst baut Wasserstofftankstelle für Züge

Demon's Souls im Test: Düsternis auf Basis von 10,5 Tflops
Demon's Souls im Test
Düsternis auf Basis von 10,5 Tflops

Das Remake von Demon's Souls ist das einzige PS5-Spiel von Sony, das nicht für die PS4 erscheint - und ein toller Einstieg in die Serie!
Von Peter Steinlechner


      •  /