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Was folgt bei noch mehr Videokonferenzen?

Zeit Online: Mal angenommen, nur halb Berlin würde ab sofort mit Videokonferenzen aus dem Homeoffice arbeiten: Würden Sie das merken?

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King: Die 9 Terabit, die wir jetzt erreicht haben, sind umgerechnet etwa zwei Millionen parallele HD-Streams. Wenn nun also wirklich halb Berlin plötzlich gleichzeitig Videoanrufe führen würde, würde sich der Traffic noch mal verdoppeln. Wir würden das also definitiv sehen. Das Szenario ist natürlich unwahrscheinlich; es müsste sowohl alles parallel laufen als auch alles über die Netze, die bei uns angeschlossen sind. In der Realität läuft natürlich nicht alles über unseren Knoten und schon gar nicht gleichzeitig.

"Wir sehen überhaupt keinen Grund zur Sorge"

Zeit Online: Wie bereiten Sie sich am DE-CIX auf plötzliche Steigerungen des Datenverkehrs vor?

King: Wir nutzen unsere verfügbaren Kapazitäten nie über 63 Prozent aus. Wann immer wir an die 63 Prozent kommen, sei es durch ein neues Hoch oder dauerhaft, bauen wir entsprechend aus. Die Zahl kommt daher, dass hier Redundanzen berücksichtigt werden. Wir sind vierfach redundant, das bedeutet: Wenn uns ein Viertel unserer Infrastruktur wegbrechen würde, hätten wir nur noch 75 Prozent unserer Kapazitäten. Selbst dann wären aber immer noch 12 Prozent für mögliche Steigerungen verfügbar.

Zeit Online: Verstärken Sie den Ausbau angesichts der Coronavirus-Pandemie denn nun?

King: Wir sind im ständigen Austausch mit Kollegen aus anderen Ländern, unter anderem in Italien. Dort gab es bis zu 40 Prozent mehr Traffic in den vergangenen Wochen. Wenn wir nun davon ausgehen, dass wir drei bis vier Wochen hinter der Entwicklung in Italien sind, können wir ungefähr einschätzen, was auf uns zukommt. Dementsprechend ziehen wir jetzt auch schon einige Ausbaumaßnahmen vor, die wir aber ohnehin früher oder später gemacht hätten. Auf Traffic-Steigerungen von bis zu 40 Prozent sind wir vorbereitet, wir sehen generell überhaupt keinen Grund zur Sorge.

Zeit Online: Ein Knackpunkt könnte angesichts solcher Zahlen aber die Internetverbindung zu Hause werden. Glauben Sie, dass die Netze der Internetprovider damit umgehen können?

King: Neben unserem Netz für den Internetaustauschknoten müssen natürlich auch die Kunden die Kapazitäten in ihrem eigenen Netz ausbauen. Diese Ausbauten behandeln sie nach eigenen Prozessen und Vorgehen. Wir merken hier aber auch deutlich, dass unsere Kunden - und verstärkt die Internet- und Contentprovider - seit einigen Tagen größere Kapazitäten bei uns abfragen. Das ist ein deutliches Zeichen für den wachsenden Bedarf.

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 Internet-Traffic: DE-CIX sieht keinen Grund zur Sorge
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Grummbeerbauer 21. Mär 2020

War mir auch nicht bekannt, interessant.

LinuxMcBook 19. Mär 2020

Tja, und deswegen habe ich auch schon seit Jahren den Standpunkt, dass solange die...

Genie 19. Mär 2020

Also bei mir "laden" diese Filme auch beim Streaming...

r3bel 19. Mär 2020

Nur noch 100 MBit, scheiße...

Geistesgegenwart 19. Mär 2020

Die großen "Endkundenanbieter" haben aber private Peerings untereinander, sodass der...


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