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Internet-Protokoll: Quic soll der neue Kick für sicheres Surfen werden

Googles Netzwerk-Spezialisten haben Quic 2012 als schnelle Alternative zu verschlüsselten TCP-Verbindungen erdacht. Die Internet Engineering Task Force will das neue Protokoll zum Internet-Standard führen. Wir erklären die Grundideen von Quic.

Artikel von Manfred Kloiber veröffentlicht am
Quic soll nach dem Willen Googles ein offizieller Standard für das Internet werden.
Quic soll nach dem Willen Googles ein offizieller Standard für das Internet werden. (Bild: Andrew Hart, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Es ist ein fürchterlich abgedroschener Spruch, und der Konzern Google will ihm immer wieder gerecht werden: "Time is money". Darum hat Google Quic erfunden. Das Akronym steht für Quick UDP Internet Connections. Das neue Protokoll soll insbesondere bei verschlüsselten Web-Verbindungen für deutlich kürze Reaktionszeiten und schneller ladende Webseiten sorgen. "Da ist Google ganz offen. Das ist einfach bares Geld für die", erklärt Netzwerkexperte Lars Eggert die Motivation des Internetkonzerns.

Inhalt:
  1. Internet-Protokoll: Quic soll der neue Kick für sicheres Surfen werden
  2. Alles in einem Aufwasch
  3. Aus für Deep-Packet-Inspection

Eggert hat die sogenannten Bird-of-Feather-Diskussionen (BOF) zu Quic bei der Internet Engineering Task Force (IETF) geleitet. Er meint, ein besseres Web sorge für mehr Werbeeinblendungen und für mehr Klicks. Das bedeute mehr Geld für Google. Dennoch würden alle im Web von der Beschleunigung profitieren. Auch deshalb hat das Plenum während des letzten IETF-Meetings im Juni 2016 in Berlin entschieden, Quic durch die Task Force zu standardisieren.

Verschlüsselung boomt

Konkret handelt es sich bei Quic um ein schnelles Transportprotokoll, das standardmäßig die Verschlüsselung des gesamten Datenverkehrs vorsieht. Bislang sichern Anwendungen vertrauliche Daten zwischen Servern und Surfern ab, indem ein zusätzliches Verschlüsselungsprotokoll eingesetzt wird. Dieses verschlüsselt die übertragenen Daten vor dem Transport und entschlüsselt sie nach dem Empfang wieder. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Bankgeschäfte online erledigt oder Kundendaten bei einem Online-Shop erfasst werden.

Der HTTPS-Standard sieht vor, dass zusätzlich zwischen dem reinen Datentransport über das Transport Control Protocol (TCP) und der Web-Anwendung nach dem Hypertext Transfer Protocol eine Verschlüsselung nach dem Transport-Layer-Security-Verfahren TLS aktiviert wird. Seit den Enthüllungen von Edward Snowden bieten aber immer mehr Webanbieter ihre Seiten nur noch per HTTPS an. Dadurch hoffen sie, die Privatsphäre ihrer Webseiten-Besucher besser schützen zu können.

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Dabei hat die Methode, die Verschlüsselung wie bei HTTPS erst mit der Anwendung einzusetzen und nicht bereits auf der Verbindungsebene, gravierende Nachteile. So benötigt TCP oft mehrere Hundert Millisekunden, um bei einem Handshake überhaupt eine Verbindung herzustellen. Die Zeit für den aufwendigen Zertifikats- und Schlüsselaustausch, mit dem die Verschlüsselung initialisiert wird, kommt dazu. Darüber hinaus kümmert sich TCP darum, dass die Daten vollständig und in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen.

Das kann bei Datenverlust oder Fehlübertragung zu längeren Wartezeiten führen, bis fehlende Pakete erneut übertragen wurden und der restliche Datentransport fortgesetzt werden kann. Da in der Regel bei den meisten Web-Anwendungen mehrere TCP-Verbindungen nötig sind, um etwa Daten aus verschiedenen Quellen anzeigen zu können, addieren sich die Verzögerungszeiten im schlimmsten Fall. Quic hingegen bietet neue Übertragungsmechanismen an, die diese Schwächen weitestgehend vermeiden.

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Magroll 10. Nov 2016

Als selbst gemachte Not sehe ich das Thema Sicherheit nun wirklich nicht. Wir haben 600...

tingelchen 09. Nov 2016

Das ist soweit richtig und dagegen sage ich auch nichts. Generell sind...

Proctrap 08. Nov 2016

Bitte noch mal den Artikel lesen. Hier geht es um eine Standardisierung.

Vielfalt 08. Nov 2016

Hast du zufällig die Stelle mit Time is Money überlesen?

486dx4-160 07. Nov 2016

...agt die unvoreingenommene und hier völlig neutrale Internet-Messinstanz Google.


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