Internet-Protest: Das Netz schlägt gegen die NSA zurück

In einer koordinierten Kampagne sollen die Internetnutzer am 11. Februar 2014 gegen die Überwachung des Netzes durch die Geheimdienste mobilisiert werden. " The Day We Fight Back(öffnet im neuen Fenster) " heißt der Online-Protest, der unter anderem von der Electronic Frontier Foundation, dem Nachrichtenaggregator Reddit, der Mozilla Foundation sowie weiteren Aktivistengruppen, Unternehmen und Onlineplattformen unterstützt wird. Die Aktion soll laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) auch an den erfolgreichen Protest gegen das Sopa-Gesetz vor zwei Jahren sowie den vor einem Jahr gestorbenen Reddit-Mitbegründer Aaron Swartz erinnern.
Mit Online-Bannern sollen die Nutzer in den USA aufgefordert werden, ihre Kongressabgeordneten per E-Mail oder Telefon zu kontaktieren. Die Politiker sollen den geplanten Fisa Improvements Act ablehnen und stattdessen den USA Freedom Act unterstützen. Die beiden konkurrierenden Gesetze sollen die Befugnisse der NSA beschneiden. Kritiker sehen im Fisa Improvements Act jedoch den Versuch, den Status quo zu legitimieren. Seitenbesucher außerhalb der USA werden am 11. Februar aufgefordert, angemessene Vorgaben zur Einführung von Datenschutzstandards anzumahnen.
Mit dem größten Internetprotest der Geschichte seien im Januar 2012 die Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums, Sopa und Pipa, verhindert worden, schreiben die Initiatoren. "Jetzt sehen wir uns einer anderen Bedrohung gegenüber." Die Massenüberwachung untergrabe das Internet und die Vorstellung, in einer wirklich freien Gesellschaft zu leben. Die Nutzer sind aufgefordert, die Kampagne in den sozialen Netzwerken, mit eigenen Bannern oder ganz eigenen Ideen zu unterstützen.
Für weitere Hintergründe zur NSA-Affäre aktualisiert Golem.de fortlaufend diese beiden Artikel:



