Internet: Projekt will Hunderte Millionen IPv4-Adressen befreien

Viele Millionen IPv4-Adressen sind bisher noch reserviert und nicht allgemein verfügbar. Eine Initiative will das nun ändern.

Artikel veröffentlicht am ,
Gibt es bald doch noch neue IPv4-Adressen?
Gibt es bald doch noch neue IPv4-Adressen? (Bild: Ben Sutherland, flickr.com/CC-BY 2.0)

Im Blog des Asia Pacific Network Information Centre (APNIC) stellt der Entwickler Seth Schoen das IPv4 Unicast Extensions Project vor. Dazu heißt es: "Dieses Projekt reagiert auf die anhaltende akute Knappheit von IPv4-Adressen, indem es Änderungen vorschlägt, durch die Hunderte von Millionen von Adressen, das heißt etwa 6 bis 7 % des IPv4-Adressraums, frei werden würden."

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Die nun von Schoen und seinen Mitstreitern erarbeiteten und vorgeschlagenen Veränderungen revidierten letztlich einige Entscheidungen zum Reservieren spezieller IPv4-Adressen, die in den 80er Jahren zu Beginn des IPv4-Zeitalters getroffen worden seien.

Dazu schreibt Schoen: "Auch wenn sich die Gründe für diese Entscheidungen in den letzten Jahrzehnten nicht bewahrheitet haben, wurden die Adressen - vielleicht überraschend - weiterhin besonders behandelt."

Befreit und zum allgemeinen Routing freigegeben werden soll den Vorschlägen zufolge immer die kleinste Adresse in einem IPv4-Subnetz, 240/4 außer 255.255.255.255, 0/8 außer 0.0.0.0, sowie 127/8 außer 127/16. Laut Schoen sind dafür zwar auch Änderungen an den IPv4-Implementierungen notwendig, in Teilen haben Betriebssystem-Projekte wie OpenBSD, FreeBSD oder Linux diese aber schon umgesetzt.

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Schoen wiederholt in dem Blogeintrag die Kritik an dem Vorschlag. Vor allem sei in der Vergangenheit vielfach auf alte Geräte hingewiesen wurden, bei denen die Software nicht mehr geändert werden kann. Der Prozess solle trotzdem so schnell wie möglich in Gang gesetzt werden, um "langfristig" das Potenzial der Idee nutzen zu können.

Auch geht Schoen nicht davon aus, dass die Freigabe von IPv4-Adressen einen möglichen Wechsel hin zu IPv6 unterlaufe. Schließlich gebe es aus unterschiedlichen Gründen auch künftig einfach weiter einen Bedarf, IPv4-Adressen nutzen zu wollen. Dieser solle bedient werden.

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Renricom 10. Jun 2022

Leider ist das Remote-System meines Arbeitgebers nur per IPv4 zu erreichen. Diese...

Proti 04. Jun 2022

Interessant was man so in den "verbotenen" Logs so sieht ;-) Ein Glück ist dieser Server...

WinnieW 03. Jun 2022

Ich meine IoT-Geräte welche per NB-IoT im Mobilfunknetz betrieben werden, nicht die die...

treysis 03. Jun 2022

Also unsere ingenico-Kartenterminals haben öffentliche IPv4-Adressen.



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